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/ 20.06.2013
Muhammad Al'Subay

Das kollektive Handeln der OPEC-Staaten. Ein Anwendungsbeispiel für die Olsonsche Logik

Münster: Lit 2004 (Politikwissenschaft 109); XI, 266 S.; brosch., 24,90 €; ISBN 3-8258-7655-1
Politikwiss. Diss. Heidelberg; Gutachter: K. von Beyme. – Während die Olson’sche Logik vorwiegend in Fällen mit Ressourcenknappheit benutzt wird, wendet der Autor den Ansatz kollektiven Handels auf die OPEC als ein Fallbeispiel mit großem Ressourcenaufkommen an. Er stellt zunächst die Logik Olsons dar, diskutiert deren Übertragbarkeit auf zwischenstaatliche Akteure und geht ergänzend auf politikwissenschaftliche Ansätze zur Erklärung von Internationalen Organisationen ein. Die OPEC wird als „bi-dimensionales Kollektiv“ (119), sowohl als Zusammenschluss souveräner Staaten als auch – spätestens seit 1973 – als gewinnorientiertes Kartell, dargestellt. Den Kern der Arbeit bildet der Versuch, das Erklärungspotenzial des olsonschen Modells auf die OPEC zu übertragen. Wie sich das kollektive Handeln dieser internationalen Organisation darstellt und wie kollektivfähig sie ist, untersucht Al’Subay stringent anhand der zuvor dargestellten Kriterien und Elemente des Modells wie Mitgliederzahl, Güterbereitstellung bzw. Preis- und Produktionspolitik sowie Rückkopplung, Anreizsysteme und Verteilungsproblematik.
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 4.3 Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Muhammad Al'Subay: Das kollektive Handeln der OPEC-Staaten. Münster: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22284-das-kollektive-handeln-der-opec-staaten_25420, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 25420 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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