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/ 21.06.2013
Barbara Furrer

Der Alltag politischer Institutionen. Repräsentationen und Praktiken im Schweizer Bundesparlament

Berlin: Lit 2006 (Freiburger Sozialantropologische Studien 11); 168 S.; brosch., 19,90 €; ISBN 978-3-8258-9339-2
Lizentiatsarbeit Freiburg/Schweiz. – Auf der Grundlage der sozialanthropologischen Institutionentheorie untersucht die Autorin das Funktionieren des Schweizer Bundesparlaments, korrekterweise Bundesversammlung genannt (Nationalrat und Ständerat). Dabei werden weniger die politischen Institutionen und ihre Kompetenzen im Vergleich zu den anderen Organen der Bundesverfassung untersucht als vielmehr die konkreten „Praktiken der Herrschaft“. Im Mittelpunkt der Studie stehen „die sozialen Akteurinnen und Akteure“ politischen Handelns. Die Autorin stützt sich dabei auf eine (begrenzte) Anzahl von Interviews mit Abgeordneten und stellt an einzelnen Fallbeispielen dar, wie Herrschaft ausgeübt wird. Gerade in der direktdemokratisch verfassten Schweiz, so ein Ergebnis, ist der Repräsentationsgedanke ein wesentliches legitimationsstiftendes Element im Handeln der Parlamentarier. Die Studie wurde 2005 von der Schweizerischen Gesellschaft für Parlamentsfragen (SGP) ausgezeichnet.
Burkard Steppacher (BKS)
Prof. Dr., Konrad-Adenauer-Stiftung; Forschungsinstitut für Politische Wissenschaft und Europäische Fragen, Universität zu Köln (http://www.jeanmonnetchair.uni-koeln.de/index.php?id=252).
Rubrizierung: 2.52.21 Empfohlene Zitierweise: Burkard Steppacher, Rezension zu: Barbara Furrer: Der Alltag politischer Institutionen. Berlin: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/26313-der-alltag-politischer-institutionen_30649, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 30649 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
CC-BY-NC-SA