/ 17.06.2013
George Soros
Der Globalisierungsreport. Weltwirtschaft auf dem Prüfstand. Aus dem Amerikanischen von Friedrich Mader
Berlin: Alexander Fest Verlag 2002; 201 S.; geb., 17,90 €; ISBN 3-8286-0184-7Soros hat ein unermessliches Vermögen als Spekulant auf den internationalen Finanzmärkten aufgebaut. Seit einigen Jahren schaltet er sich nun auch als Stifter und Mäzen in vielfacher Weise in gesellschaftliche Reformprozesse ein. In diesem Buch vertritt er die Idee einer Verwendung von Sonderziehungsrechten, um damit weltweit öffentliche Güter bereitstellen zu können, die dann in die Entwicklungshilfe bzw. die Armutsbekämpfung geleitet werden könnten. Das Buch ist in Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Experten entstanden, denen Soros die erste Fassung zur Kommentierung zugeschickt hat. Es enthält im Wesentlichen eine maßvolle, aber keineswegs fundamentale Globalisierungskritik und neben dem zentralen Vorschlag der Einrichtung von Sonderziehungsrechten die Forderung nach einer offenen Weltgesellschaft. Was Soros damit konkret meint, wird allerdings nicht so recht klar und ob Sonderziehungsrechte das Armutsproblem, dessen Ursachen in erster Linie struktureller Natur sind, tatsächlich lösen können, darf mit Fug und Recht bezweifelt werden.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.43 | 4.3 | 4.44
Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: George Soros: Der Globalisierungsreport. Berlin: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/16971-der-globalisierungsreport_19492, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 19492
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M. A., Politikwissenschaftler.
CC-BY-NC-SA