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/ 18.06.2013
Karlheinz Deschner

Der Moloch. Eine kritische Geschichte der USA

München: Wilhelm Heyne Verlag 2002 (Heyne Sachbuch 19/859); 365 S.; 10. Aufl.; 9,95 €; ISBN 3-453-86836-6
Deschner erzählt die Geschichte der USA als eine Geschichte von Gewalt und Krieg und behandelt damit ein für ihn eher ungewöhnliches Thema. Der Schriftsteller ist vor allem als Religions- und Kirchenkritiker bekannt, für seine Arbeiten hat er mehrere renommierte Preise erhalten. Das Buch, das erstmals 1992 erschienen ist, wird hier als überarbeitete Neuauflage präsentiert, wobei sich die Überarbeitung auf das Vorwort konzentriert. Die Darstellung endet nach wie vor Anfang der Neunzigerjahre. Deschners zentrale These, die er vor dem Hintergrund der Attentate vom 11. September formuliert, lautet, dass "die 'Neue Weltordnung' immer noch die alte" (9) sei. Mit dem militärischen Eingreifen in Jugoslawien werde ebenso wie mit dem Vorgehen gegen den Irak ein immer gleiches Politikmuster verfolgt, das von einem "Expansionsdrang ohnegleichen, einer unersättlichen Gier nach Land, Macht, Märkten" (21) geprägt sei.
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.64 Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Karlheinz Deschner: Der Moloch. München: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/17755-der-moloch_20472, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 20472 Rezension drucken
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