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/ 20.06.2013
Weltbank (Hrsg.)

Der Weltentwicklungsbericht 2006. Chancengerechtigkeit und Entwicklung

Düsseldorf: Droste Verlag 2006; XIV, 376 S.; brosch., 39,95 €; ISBN 978-3-7700-1229-9
Im Zentrum des Berichts steht die Frage nach dem Ausmaß von länderinterner sowie länderübergreifender Gerechtigkeit, verstanden als die „Herbeiführung von Chancengleichheit und das Verhindern schwerer Deprivation“ (88), und dem Zusammenhang von Gerechtigkeit und langfristigem Wohlstand. Ein besonderer Akzent wird dabei auf Ungleichheitsfallen, verursacht durch Kombinationen verschiedener Formen der Ungleichheit, und ihre negativen Folgen für Entwicklung gelegt. Insbesondere geringere Möglichkeiten der politischen Mitwirkung sowie der ökonomischen Investition bei ärmeren Bevölkerungsgruppen werden als Ursachen dauerhafter Armut betrachtet. Die Studie beginnt mit einer detaillierten Darstellung von Chancenungleichheiten im nationalen und internationalen Kontext. Es folgt eine stark ökonomisch ausgerichtete Erörterung der Fragestellung, wie die Forderung nach Gerechtigkeit begründet werden kann. Abschließend werden politische und institutionelle Maßnahmen auf nationaler und internationaler Ebene zur Erzielung einer größeren ökonomischen und politischen Chancengleichheit diskutiert. Der Bericht wird ergänzt durch Kennzahlen zur Messung von Gerechtigkeit und Weltentwicklung.
Anika Becher (ANB)
Dipl.-Sozialwissenschaftlerin, Research Fellow, Institute of African Affairs, GIGA ? German Institute of Global and Area Studies/Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien.
Rubrizierung: 4.444.432.2 Empfohlene Zitierweise: Anika Becher, Rezension zu: Weltbank (Hrsg.): Der Weltentwicklungsbericht 2006. Düsseldorf: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25716-der-weltentwicklungsbericht-2006_29845, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 29845 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
CC-BY-NC-SA