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/ 20.06.2013
Peter Böhmer / Ronald Faber

Die Erben des Kaisers. Wem gehört das Habsburgervermögen?

Wien: Ueberreuter 2004; 172 S.; pb., 17,95 €; ISBN 3-8000-7029-4
Nach dem Ende der Monarchie beschlagnahmte die neu gegründete Republik einen großen Teil des Vermögens der österreichischen Kaiserfamilie, um damit die Opfer des Ersten Weltkrieges zu unterstützen. Die Bemühungen der Habsburger, dieses Vermögen zurück zu erlangen sind bislang erfolglos verlaufen. Derzeit begründet die Familie ihre Rückgabeforderungen mit dem österreichischen Entschädigungsfondsgesetz aus dem Jahre 2001. Die Autoren zeichnen die Auseinandersetzung um das Habsburgervermögen seit der Gründung der Republik detailliert nach. Die Akten, auf denen die Darstellung beruht, stammen von der Organisation, an die das Vermögen 1919 übergegangen war. Böhmer und Faber weisen nach, dass die Forderungen nach der Rückgabe des Vermögens über lange Zeit immer auch mit politischen Ansprüchen verbunden waren; inzwischen spielten jedoch ausschließlich finanzielle Aspekte eine Rolle. Dies liege auch darin begründet, dass die Familie inzwischen in sich zerstritten sei und keine Führungspersönlichkeit habe.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.42.23 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Peter Böhmer / Ronald Faber: Die Erben des Kaisers. Wien: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22039-die-erben-des-kaisers_25121, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 25121 Rezension drucken
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