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/ 11.06.2013
Branislava Laux

Die Frau in der Hindugesellschaft zwischen Tradition und Moderne. Eine Untersuchung zu ihrer sozialen und politischen Stellung

München: Herbert Utz Verlag 1998 (Wirtschafts- und Sozialwissenschaften); IV, 217 S.; 2. Aufl.; Ln., 148,- DM; ISBN 3-89675-363-0
Diss. München; Gutachter: E. Adler. - Laux widmet sich zunächst der sozialen Stellung von Hindufrauen. Sie stellt deren traditionelle Rollen in der indischen Gesellschaft als Ehefrau, Mutter und Schwiegertochter sowie den ihr in der Großfamilie zukommenden Status dar. Sodann werden die Bedeutung der Heirat, die Gründe und die Folgen der Scheidung für die indische Frau und ihr traditioneller Ausschluß von Eigentums- und Erbrechten geschildert sowie die aus Veränderungen der Rechtssituation erwachsenden neuen Lebensperspektiven eruiert. Schließlich problematisiert die Autorin die Behandlung von Witwen und beschreibt den aus dem Islam übernommenen Hindubrauch "purdah" – das Leben in völliger Abgeschiedenheit. Im 20. Jahrhundert haben die indischen Frauen begonnen, öffentlich für ihre Rechte zu kämpfen. Laux stellt im zweiten Teil zuerst bedeutende männliche Wegbereiter wie Gandhi und Nehru vor. Nachdem sie auf die wichtigsten Frauenorganisationen, auf die Forderungen der Frauenaktivistinnen und die erzielten Ergebnisse eingegangen ist, werden abschließend drei prominente Frauen – darunter Indira Gandhi und Phoolan Devi – kurz porträtiert.
Julia Schmidt-Häuer (JSH)
Dr., Referentin im wissenschaftlichen Dienst der SPD-Bürgerschaftsfraktion in Bremen.
Rubrizierung: 2.682.27 Empfohlene Zitierweise: Julia Schmidt-Häuer, Rezension zu: Branislava Laux: Die Frau in der Hindugesellschaft zwischen Tradition und Moderne. München: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/9301-die-frau-in-der-hindugesellschaft-zwischen-tradition-und-moderne_12564, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 12564 Rezension drucken
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