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/ 18.06.2013
Stefan Fuchs (Hrsg.)

Die Hypermacht. USA in Nahaufnahme

Hamburg: Edition Nautilus 2003; 159 S.; brosch., 12,- €; ISBN 3-89401-412-1
Das Buch entstand im Zusammenhang einer Gesprächsreihe des Deutschlandfunks. In dieser führte der Herausgeber Interviews mit amerikanischen Intellektuellen aus dem linken Milieu. Ausgestrahlt wurden die Gespräche mit Gore Vidal, Richard Sennett, Joshua Meyrowitz, Dan Clawson, Eduardo Lourenço, Morris Berman, Benjamin R. Barber, Thomas Frank und Noam Chomsky unter dem Titel „Leitkultur USA"; der Band präsentiert ungekürzte Fassungen. Für einen wissenschaftlichen Gebrauch ist problematisch, dass der Hintergrund der Interviews an keiner Stelle thematisiert wird, sodass nicht einmal nachzuvollziehen ist, wann und wo diese stattfanden. Dazu kommt, dass die Auswahl der Gesprächspartner nur einen sehr beschränkten Ausschnitt der intellektuellen Landschaft der USA ins Visier nimmt; auch der einleitende Beitrag des Herausgebers kann die Interviews nicht angemessen einordnen, sondern geht sogar noch einen Schritt weiter, indem er die linke Innenperspektive als die einzig zutreffende darstellt, sodass eine Auseinandersetzung mit konservativen Intellektuellen eigentlich gar nicht mehr notwendig erscheint. Ob das hilft, in die „Tiefenzonen des amerikanischen Selbstverständnisses" (Buchrücken) vorzudringen?
Markus Lang (ML)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.644.222.23 Empfohlene Zitierweise: Markus Lang, Rezension zu: Stefan Fuchs (Hrsg.): Die Hypermacht. Hamburg: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/18899-die-hypermacht_21927, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 21927 Rezension drucken
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