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/ 04.06.2013
Ulrich H. Brunnhuber

Die Libanonkrise 1958. U.S. Intervention im Zeichen der Eisenhower Doktrin?

Hamburg: Lit 1997 (Studien zur Zeitgeschichte des Nahen Ostens und Nordafrikas 2); VII, 221 S.; brosch., 38,80 DM; ISBN 3-8258-3215-5
War die Eisenhower Doktrin ausschlaggebend für den Einsatz der 14.000 Marines im Libanon von Juli bis Oktober 1958? Brunnhuber kommt zu dem Ergebnis, daß die Intervention keineswegs mit der Eisenhower Doktrin in Einklang zu bringen ist. Die Grundlage der Doktrin - Zurückdrängen des Kommunismus notfalls durch Intervention - war bezogen auf den Libanon nicht gegeben; und der Verweis auf den blutigen Umsturz im Irak wurde auch nur wenig glaubhaft vertreten. Entscheidend war wohl die Absicht in der amerikanischen Administration, die Position der USA im Nahen Osten zu festigen, nachdem sie in der Folge der Suez-Krise ins Wanken geraten war. Der Autor stützt sich vorwiegend auf Quelleneditionen (vor allem: Foreign Relations of the United States) und die Memoirenliteratur. Inhaltsübersicht: 1. Die Genese der Eisenhower-Doktrin: November 1956-März 1957; 2. Die Reaktion auf die Doktrin: März 1957-Mai 1957; 3. Die Umsetzung bzw. Umsetzbarkeit der Doktrin am Beispiel des Libanon: März 1957-Dezember 1958.
Axel Gablik (AG)
Dr., Historiker.
Rubrizierung: 4.224.41 Empfohlene Zitierweise: Axel Gablik, Rezension zu: Ulrich H. Brunnhuber: Die Libanonkrise 1958. Hamburg: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/5103-die-libanonkrise-1958_6710, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 6710 Rezension drucken
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