/ 05.06.2013
Werner Prohl / Peter Staisch
Dschingis Khan lächelt. Die Mongolei auf dem Weg zur Demokratie
Bonn: Bouvier Verlag 1998 (EINE Welt 2); 165 S.; kart., 29,80 DM; ISBN 3-416-02813-9Es ist ein riesiges Land, von dem die beiden Autoren mit sehr viel Zuneigung berichten. Viereinhalbmal so groß wie die Bundesrepublik und doch nur 2,3 Millionen Einwohner; imposante Natur, wohin das Auge blickt, aber kaum eine Infrastruktur, die das Wort verdient; erhebliche Vorräte an seltenen Erzen, aber kaum Industrien, um sie auszubeuten: Die Mongolei hat wahrlich nicht die besten Startchancen. Zudem haben die Autoren auch über die Bürokratie im Land nicht viel Gutes zu berichten. Sie betätigt sich vornehmlich als Bremser einer Entwicklung hin zu demokratischen Strukturen, die von der Mehrheit des demokratisch gewählten Parlaments getragen wird. Die Gesellschaft ist trotz des langsam ins Land strömenden westlichen Einflusses noch sehr traditionell-ländlich strukturiert. Die Mongolen haben es deshalb noch schwerer als andere Transformationsländer, ihre Identität als Staat unter völlig veränderten Bedingungen zu finden. Trotzdem ziehen Staisch und Prohl ein hoffnungsvolles Fazit: "Die Mongolei ist auf einem guten Wege. Sie ist weiter als alle anderen asiatischen Transformationsländer und weiter als so manches in Osteuropa." (163)
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.68
Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Werner Prohl / Peter Staisch: Dschingis Khan lächelt. Bonn: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/8290-dschingis-khan-laechelt_10921, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 10921
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M. A., Politikwissenschaftler.
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