/ 05.06.2013
Fatiah
Eine Frau in Algerien. Chronik des täglichen Terrors. Aus dem Französischen von Elisabeth Brilke
Frankfurt a. M.: Fischer Taschenbuch Verlag 1999; 133 S.; 14,90 DM; ISBN 3-596-13882-5In ihrem Tagebuch dokumentiert die algerische Lehrerin "Fatiah" von Januar 1994 bis Februar 1996 ihre persönlichen Erfahrungen im Angesicht des Terrors der Islamischen Heilsfront Algeriens. Die heute fünzigjährige, mit ihrem Sohn und ihrer Tochter in Algier lebende Intellektuelle berichtet über ihre Bemühungen um Aufrechterhaltung der Normalität trotz der zunehmenden Beschränkungen des Alltagslebens und der von den Medienberichten ebenso wie eigenen Erlebnissen ausgelösten permanenten Angstgefühle. Stark verwurzelt in der Landeskultur und zugleich westlich gebildet setzt sich die Grenzgängerin zwischen Orient und Okzident mit den Gegensätzen zwischen urbanem und ländlichem Leben sowie zwischen Traditionalismus und Modernismus auseinander, die sich auf die Lebenssituation insbesondere der Frauen massiv auswirken.
Julia Schmidt-Häuer (JSH)
Dr., Referentin im wissenschaftlichen Dienst der SPD-Bürgerschaftsfraktion in Bremen.
Rubrizierung: 2.67 | 2.27
Empfohlene Zitierweise: Julia Schmidt-Häuer, Rezension zu: Fatiah: Eine Frau in Algerien. Frankfurt a. M.: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/8536-eine-frau-in-algerien_11257, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 11257
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Dr., Referentin im wissenschaftlichen Dienst der SPD-Bürgerschaftsfraktion in Bremen.
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