/ 20.06.2013
Monika Heupel
Friedenskonsolidierung im Zeitalter der "neuen Kriege" Der Wandel der Gewaltökonomien als Herausforderung
Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2005 (Forschung Politik); 205 S.; brosch., 32,90 €; ISBN 3-531-14816-8Die Erkenntnis, dass es heute keine klassischen Bürgerkriege mehr gibt, ist fast schon zum Allgemeinplatz geworden. Historisch keineswegs unbekannte Phänomene wie die Privatisierung der Gewaltakteure, die Ökonomisierung der Gewaltmotive, die Brutalisierung der Gewaltstrategien und die Kriminalisierung der Gewaltökonomien zwingen zu einer Überprüfung der traditionellen Instrumente der Friedenskonsolidierung. Heupel untersucht die Fallbeispiele Kambodscha, Angola und Sierra Leone und zeigt dabei, dass vor allem effektive Strategien zur Bekämpfung kriminalisierter Gewaltökonomien entwickelt werden müssen (38). Es könne jedoch kein einheitliches Vorgehensmuster der externen Akteure geben. Dies zeige vor allem der Vergleich mit Afghanistan, wo die Friedenskonsolidierung gescheitert sei. Dort sei es nicht gelungen, die Grundlage der Gewaltökonomie, den Drogenhandel, zu bekämpfen, weil alle Konfliktparteien sich darüber finanzierten.
Merle Vetterlein (MEV)
Dipl.-Politologin, Doktorandin, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik der Universität Hamburg (IFSH).
Rubrizierung: 2.25 | 4.41 | 2.67 | 2.68
Empfohlene Zitierweise: Merle Vetterlein, Rezension zu: Monika Heupel: Friedenskonsolidierung im Zeitalter der "neuen Kriege" Wiesbaden: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25077-friedenskonsolidierung-im-zeitalter-der-neuen-kriege_29026, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 29026
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Dipl.-Politologin, Doktorandin, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik der Universität Hamburg (IFSH).
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