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/ 20.06.2013
Christian Berndt

Globalisierungs-Grenzen. Modernisierungsträume und Lebenswirklichkeiten in Nordmexiko

Bielefeld: transcript 2004; 329 S.; kart., 28,80 €; ISBN 3-89942-236-8
In Ciudas Juárez ist an der Grenze Mexikos zu den USA ein industriell geprägter Ort zwischen Tradition und Moderne entstanden. Aufgrund eines Sonderprogrammes können ausländische Unternehmen dort Firmen gründen, die ihre Grundprodukte vollständig aus dem Ausland beziehen, vor Ort weiterverarbeiten und die fertigen Produkte direkt wieder exportieren. Von diesem Vertrag profitieren in erster Linie US-amerikanische Firmen. Diese Unternehmen bieten einerseits Arbeit und Einkommensmöglichkeiten für die Bevölkerung, andererseits fordern sie auch eine oft schwierige und nicht selten mit Härte durchgesetzte Anpassung an westliche Standards. Der Autor zeichnet diese Doppelgesichtigkeit der Entwicklung anhand der Bereiche Arbeit und Alltagsstrukturen - hierzu gehört auch der Komplex der Geschlechterbeziehungen - ausführlich nach. Die Anpassungsprozesse seien allerdings trotz aller Bemühungen seitens der Unternehmen und trotz der durchaus vorhandenen Bereitschaft der Arbeiterinnen und Arbeiter nicht vollständig abgeschlossen.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.652.232.222.2622.27 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Christian Berndt: Globalisierungs-Grenzen. Bielefeld: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22508-globalisierungs-grenzen_25681, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 25681 Rezension drucken
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