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/ 04.06.2013
Christoph Rybarczyk

Great Communicators? Der Präsident, seine PR, die Medien und ihr Publikum. Eine Studie zur politischen Kommunikation in den USA

Münster: Lit 1997 (Medien & Politik 11); 205 S.; brosch., 39,80 DM; ISBN 3-8258-3534-0
Politikwiss. Diss. Hamburg; Erstgutachter: H. J. Kleinsteuber. - Aufbauend auf einer Darstellung der institutionellen Voraussetzungen, medialen Einflüsse und politisch-kulturellen Rückkoppelungen der PR-Arbeit des US-Präsidenten versteht Rybarczyk seine Arbeit als "Trendreport zur politischen Kommunikation in den USA" (2). Im Mittelpunkt steht dabei die zunehmende Übernahme medienorientierter Kriterien in der Selbstdarstellung der Regierung: "Das Weiße Haus als moderne PR-Hochburg droht die Politik der US-Regierung der Kommunikabilität von Issues zu unterwerfen." (112) Doch auch die Bedingungen auf der Medien-Seite haben sich nach Rybarczyk durch zurückgehendes Interesse an Politikberichterstattung verändert: "Aus rein betriebswirtschaftlicher Sicht" sei sie "zu einem Risikogeschäft geworden" (158). Als Fallbeispiele analysiert der Autor Reagan, dessen Bild als "great communicator" er doch etwas relativiert, während er Bushs Werbestrategie eindeutig als "anachronistisch" (128) bezeichnet. Clinton erweitere Reagans Konzept "möglichst unmediatisierte[r] Ansprache der Politikadressaten" (138) durch Town-Hall-Meetings oder MTV-Auftritte; sein Themenangebot sei jedoch überladen.
Manuel Fröhlich (MF)
Prof. Dr., Juniorprofessur für Politikwissenschaft, Universität Jena (www.manuel-froehlich.de).
Rubrizierung: 2.642.242.22 Empfohlene Zitierweise: Manuel Fröhlich, Rezension zu: Christoph Rybarczyk: Great Communicators? Münster: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/5089-great-communicators_6694, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 6694 Rezension drucken
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