/ 21.06.2013
Roméo Dallaire
Handschlag mit dem Teufel. Die Mitschuld der Weltgemeinschaft am Völkermord in Ruanda. Aus dem Englischen von Andreas Simon dos Santos
Lüneburg: zu Klampen Verlag 2008; 651 S.; Ln., 24,80 €; ISBN 978-3-86674-023-5Der Band ist die deutsche Übersetzung des 2003 erschienenen Originals „Shake Hands with the Devil“. Dallaire, der damalige Kommandant der UN-Mission in Ruanda, schildert aus persönlicher Sicht die Ereignisse des Jahres 1994. Aus politikwissenschaftlicher Sicht ist dieser Augenzeugenbericht irrelevant, dennoch handelt es sich um ein eindringliches Buch, in dem Dallaire ausführlich die Versäumnisse der Vereinten Nationen sowie die Gräueltaten des ruandischen Genozids darstellt. Er beschreibt minuziös, wie seine Mission trotz mangelnder Informationen, Ressourcen und Personal versuchte, dem organisierten Morden an den Tutsi Einhalt zu gebieten. Der Band kann durchaus als Begleitlektüre dienen, sollte aber nicht die Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Arbeiten zum selben Thema ersetzen.
Matthias Seifert (MSE)
Politikwissenschaftler, Lehrer für Gemeinschaftskunde und Englisch, Gymnasium Englisches Institut Heidelberg.
Rubrizierung: 4.41 | 2.25 | 2.67
Empfohlene Zitierweise: Matthias Seifert, Rezension zu: Roméo Dallaire: Handschlag mit dem Teufel. Lüneburg: 2008, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/28923-handschlag-mit-dem-teufel_34147, veröffentlicht am 21.05.2008.
Buch-Nr.: 34147
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Politikwissenschaftler, Lehrer für Gemeinschaftskunde und Englisch, Gymnasium Englisches Institut Heidelberg.
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