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/ 18.06.2013
Brot für die Welt (Hrsg.)

HungerReport 2003/2004. Landwirtschaft in der globalen Ökonomie. Dreizehnter jährlicher Bericht zur Lage des Hungers in der Welt

Frankfurt a. M.: Brandes & Apsel 2003; 118 S.; pb., 16,50 €; ISBN 3-86099-778-5
Im Zentrum des diesjährigen Berichts stehen die Auswirkungen der Landwirtschaftspolitik westlicher Staaten auf die globale Versorgung mit Nahrungsmitteln und die Struktur der Landwirtschaft. Die Subventionspolitik des Westens wird dabei als wichtigster Faktor ausgemacht, der die Bauern in den ärmeren Ländern in den Ruin treibt. Die Autoren weisen allerdings auch darauf hin, dass die Globalisierung beziehungsweise Konzentrationsprozesse in der US-Landwirtschaft selbst zu großen Strukturproblemen und steigender Armut führen. Aufs Ganze gesehen schildert der Bericht somit einen ungeheuren Skandal: das weltweite Scheitern der Agrarpolitik. Die Autoren fordern die Politik dazu auf, ein gerechteres, nachhaltig wirtschaftendes Agrarsystem zu schaffen, um den Kampf gegen den Hunger gewinnen zu können. Dazu gehören neben mehr Entwicklungshilfe eine Reform von IWF und Weltbank, neue Armutsbekämpfungsstrategien und gerechtere Handelsregeln, die Entwicklungsländern einen fairen Marktzugang eröffnen.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.434.454.222.642.67 Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Brot für die Welt (Hrsg.): HungerReport 2003/2004. Frankfurt a. M.: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/19805-hungerreport-20032004_23052, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 23052 Rezension drucken
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