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/ 21.06.2013
Oliver Rathkolb

Internationalisierung Österreichs seit 1945

Innsbruck/Wien/Bozen: Studien Verlag 2006 (Osterreich – Zweite Republik 15); 106 S.; 9,90 €; ISBN 978-3-7065-4238-8
Der Professor am Wiener Institut für Zeitgeschichte Rathkolb zeichnet „realisierte und vergebene Chancen der Internationalisierung Österreichs in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts“ (10) nach, wie der Herausgeber der Reihe Hubert Christian Ehalt in der Einleitung schreibt. Rathkolb beginnt mit einer Darstellung der zehnjährigen alliierten Administration, die – so der Autor – tiefe Spuren im politischen, sozioökonomischen und kulturellen System der österreichischen Gesellschaft hinterlassen hat. Der Staatsvertrag und das Neutralitätsgesetz seien zu wesentlichen Bestandteilen der österreichischen Identität geworden. Die Westintegration Österreichs, aber auch das besondere Verhältnis zu den kommunistischen Nachbarstaaten und zur Sowjetunion bis 1989 prägten die ersten Nachkriegsdekaden. Ab Mitte der 80er-Jahre sei Österreichs internationale Stellung durch die Globalisierung, das Ende des Kalten Krieges und den Beitritt zur Europäischen Union 1995 neu definiert worden. Der Autor interpretiert die Internationalisierung Österreichs als einen wichtigen Faktor in der Identitätskonstruktion, wobei er der besonderen Stellung Wiens als internationale Begegnungsstätte und Sitz zahlreicher internationaler Organisationen ein eigenes Kapitel widmet.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.44.222.61 Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Oliver Rathkolb: Internationalisierung Österreichs seit 1945 Innsbruck/Wien/Bozen: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/26336-internationalisierung-oesterreichs-seit-1945_30677, veröffentlicht am 16.08.2007. Buch-Nr.: 30677 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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