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/ 20.06.2013
Markus Pohlmann

Kyoto Protokoll: Erwerb von Emissionsrechten durch Projekte in Entwicklungsländern

Berlin: Duncker & Humblot 2004 (Schriften zum Umweltrecht 136); 407 S.; 84,80 €; ISBN 3-428-11464-7
Rechtswiss. Diss. Hamburg; Gutachter: M. Hilf. – Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen rein rechtswissenschaftliche Fragen: Es geht im Wesentlichen darum, welche Rechtsnormen beim Erwerb von klimavölkerrechtlichen Emissionsrechten durch die Privatwirtschaft zu beachten sind. Politikwissenschaftliche Fragestellungen werden nicht berührt. Wer sich mit dem Thema näher beschäftigt, findet aber im ersten Kapitel eine detaillierte Zusammenfassung der Entstehungsgeschichte des so genannten „Clean Development Mechanism“ (CDM). Dies ist eine Möglichkeit für privatwirtschaftliche Akteure, Emissionsgutschriften dadurch zu erwerben, dass sie an klimaschützenden Projekten in Entwicklungsländern teilnehmen. Der Mechanismus wurde schon im Kyoto-Protokoll von 1997 festgelegt, die konkrete Ausgestaltung erwies sich jedoch als rechtlich schwierig und dauerte dementsprechend weitere Jahre. Interessant daran ist vor allem die Tatsache, dass mit dem CDM ein Handelsmechanismus entwickelt wurde, der die Entwicklungsländer mit einbezieht. An dieser Schnittstelle werden vielfältige Fragen des Verhältnisses von Industrie- und Entwicklungsländern aufgeworfen. Pohlmanns Studie kann dafür aber teilweise grundlegende Informationen für Politikwissenschaftler bieten, indem die rechtlichen Fragen geklärt werden.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.45 Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Markus Pohlmann: Kyoto Protokoll: Erwerb von Emissionsrechten durch Projekte in Entwicklungsländern Berlin: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/23133-kyoto-protokoll-erwerb-von-emissionsrechten-durch-projekte-in-entwicklungslaendern_26481, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 26481 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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