/ 18.06.2013
Andreas Rinke
Le grand retour. Die französische Displaced-Person-Politik (1944-1951)
Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2002 (Europäische Hochschulschriften: Reihe III, Geschichte und ihre Hilfswissenschaften 918); 507 S.; brosch., 70,60 €; ISBN 3-631-37863-7Diss. Hannover. - Über 2 Millionen Franzosen wurden während des Zweiten Weltkriegs als Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter oder aus anderen Gründen verschleppt. Nach Kriegsende war die französische Besatzungsmacht zudem in ihrer Zone für das Schicksal Hunderttausender Kriegsgefangener aus anderen Ländern verantwortlich. Die französischen Anstrengungen zur Rückkehr der Verschleppten wurden bislang in der Forschung nicht untersucht. Die historisch orientierte Arbeit soll diese Lücke schließen. Der Autor geht in seiner Analyse chronologisch vor und berücksichtigt dabei sowohl die innenpolitischen als auch die außenpolitischen Dimensionen des Problems. Insbesondere streicht er heraus, dass Frankreich im Gegensatz zu den USA und Großbritannien eben nicht nur in seiner Zone für die Rückführung der "Displaced Persons" verantwortlich war, sondern auch und vor allem die verschleppten französischen Staatsangehörigen nach Hause bringen und wieder eingliedern musste.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.42 | 2.61
Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Andreas Rinke: Le grand retour. Frankfurt a. M. u. a.: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/18524-le-grand-retour_21469, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 21469
Rezension drucken
M. A., Politikwissenschaftler.
CC-BY-NC-SA