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/ 22.06.2013
Wolfgang Benedek (Hrsg.)

Lessons (not) learned with regard to Human Rights and Democracy. A Comparison of Bosnia and Herzegovina, Kosovo and Macedonia

Wien/Graz: Neuer Wissenschaftlicher Verlag 2009; 222 S.; 34,80 €; ISBN 978-3-7083-0650-6
Der Band resultiert aus einer Konferenz über „International Support Policies to South-East European Countries, Lessons (not) Learned in Bosnia and Herzegowina“, die 2001 in Sarajevo abgehalten wurde. Miroslav Živanović aus Bosnien Herzegowina, Valon Murati aus dem Kosovo und Besa Arifi aus Mazedonien erörtern die Situation der Menschenrechte und die Entwicklung der Demokratie in ihren Herkunftsländern. Dabei nehmen sie eine kritische Bewertung nationaler und internationaler Strategien vor. Obwohl alle drei Staaten aus dem ehemaligen Jugoslawien hervorgegangen sind, stehen sie doch aufgrund ihrer jüngeren Geschichte vor unterschiedlichen Problemen. So war Bosnien-Herzegowina der Schauplatz eines Genozids, der Kosovo befindet sich immer noch im Kampf um seine endgültige Emanzipation von Serbien und Mazedonien ist ethnisch zerrissen. Živanović fragt nach der Manifestation der internationalen Gemeinschaft in seinem Land. Er kommt zu dem Ergebnis, dass das politische Geschehen in Bosnien Herzegowina immer noch von dem Abkommen von Dayton aus dem Jahr 1995 und dem Peace Implementation Council bestimmt wird, daher ist sein Land für ihn ein Protektorat der internationalen Gemeinschaft. Auch Afrifi erkennt in der OSZE, der NATO und der EU sowie der von ihr überwachten Implementation des Ohrid-Abkommens von 2001 die für die Prägung Mazedoniens entscheidenden Faktoren. Murati zeichnet ein ähnliches Bild. Seiner Auffassung nach wird der Kosovo, trotz der Anerkennung seiner Unabhängigkeit durch die internationale Gemeinschaft, von der Resolution Nummer 1244 des Sicherheitsrates, den Sonderbeauftragten der EU, EULEX und den Ahtisaari Plan dominiert. Er kritisiert, dass dieser Souveränitätsverlust von der eigenen Regierung gebilligt werde und nicht wesentlich zur Verbesserung der Lage beitragen würde: „Nevertheless, the parallel Serbian structures in the North, which are directed by Belgrade, still exist.“(19)
Marinke Gindullis (MG)
Politikwissenschaftlerin.
Rubrizierung: 2.612.224.414.42 Empfohlene Zitierweise: Marinke Gindullis, Rezension zu: Wolfgang Benedek (Hrsg.): Lessons (not) learned with regard to Human Rights and Democracy. Wien/Graz: 2009, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/31974-lessons-not-learned-with-regard-to-human-rights-and-democracy_38130, veröffentlicht am 11.05.2010. Buch-Nr.: 38130 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
CC-BY-NC-SA