/ 05.06.2013
José Flores
Myrna und Helen. Guatemala nach der Militärdiktatur: Die Suche nach den Mördern von Myrna Mack. Aus dem guatemaltekischen Spanisch von Ruth Karl
Bremen: Atlantik 1997; 205 S.; 29,80 DM; ISBN 3-926529-23-7Der Autor, aus Angst vor Repressionen unter Pseudonym, zeichnet das Leben der Myrna Mack nach, die 1990 auf offener Straße in Guatemala erstochen wurde, nachdem sie sich für die von der sogenannten "Rücksiedlung" (d. h. von politisch motivierter Vertreibung) betroffenen Menschen eingesetzt hatte. Zugleich erzählt er von den Bemühungen ihrer Schwester Helen, die Verantwortlichen für diesen Mord zur Rechenschaft zu ziehen. Dabei ist der Stil des Autors von Bewunderung für die beiden Frauen geprägt und nicht immer frei von dramatisierenden und rührseligen Elementen. Leseprobe: "Sie spürte, wie sich beim Lesen das Entsetzen in die Lücken zwischen Schmerz und Erinnerung schlich, um sich wie ein ungebetener Gast dort breitzumachen." (39)
Silke Becker (Be)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.65 | 2.25
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: José Flores: Myrna und Helen. Bremen: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/6602-myrna-und-helen_8926, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 8926
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Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
CC-BY-NC-SA