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/ 17.06.2013
Valentin Aichele

Nationale Menschenrechtsinstitutionen. Ein Beitrag zur nationalen Implementierung von Menschenrechten

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2003 (Studien zum internationalen, europäischen und öffentlichen Recht 12); 225 S.; brosch., 42,50 €; ISBN 3-631-51551-0
Rechtswiss. Diss. Mannheim; Gutachter: E. Riedel, H.-J. Cremer. - Mit dem Begriff „nationale Menschenrechtsinstitutionen“ sind unabhängige Einrichtungen gemeint, die auf der normativen Grundlage der so genannten Pariser Prinzipien von 1993 innerhalb von Staaten die Menschenrechte fördern und schützen. Sie übernehmen jedoch keine staatlichen Hoheitsbefugnisse, sondern arbeiten ergänzend zu staatlichen Stellen. Ihre wesentliche Aufgabe definiert der Autor als die „nationale Implementierung von Menschenrechten“ (197). In Deutschland komme das „Deutsche Institut für Menschenrechte“ der Definition einer nationalen Menschenrechtsinstitution am nächsten, so Aichele. Die wesentlichen rechtlichen Voraussetzungen, um das DIMR mit Kontrollbefugnissen auszustatten, seien jedoch noch nicht geschaffen worden. In einem Überblick über die Lage in anderen Ländern fasst der Autor die vorhandenen Typen nationaler Menschenrechtsinstitutionen zum Ausschussmodell (Frankreich), dem Institutsmodell (Dänemark), dem Ombudsmannsmodell (Spanien) und dem Kommissionsmodell (Australien) zusammen. Letzteres wird in einem eigenen Kapitel genauer vorgestellt und untersucht. Im Abschlusskapitel entwickelt Aichele drei Vorschläge, wie die Bundesrepublik Deutschland eine echte nationale Menschenrechtsorganisation im Sinne der Pariser Prinzipien aufbauen könnte.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.422.324 Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Valentin Aichele: Nationale Menschenrechtsinstitutionen. Frankfurt a. M. u. a.: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/14655-nationale-menschenrechtsinstitutionen_24055, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 24055 Rezension drucken
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