/ 04.06.2013
Ronald Köpke
Nationaler Wettbewerb und Kooperation. Freie Produktionszonen in Mittelamerika (Honduras, El Salvador, Nicaragua)
Münster: Westfälisches Dampfboot 1998; 242 S.; 39,80 DM; ISBN 3-89691-414-6Gegenstand der Analyse, die in Zusammenarbeit mit der Universidad National Autónoma de Nicaragua (UNAN) entstanden ist, sind die Freien Produktionszonen in Zentralamerika, "die für den globalen Textil- und Bekleidungsmarkt den Dreh- und Angelpunkt der Standortkonkurrenz im Zuge der neoliberalen Strukturanpassung darstellen" (7). Bei den Fabriken der Freien Produktionszonen (Maquilas) handelt es sich meist um ausgelagerte Fertigungsbereiche der US-Bekleidungsindustrie, in denen vor allem Frauen für Niedriglöhne arbeiten. Die Untersuchung weist auf die Folgen des nationalen Standortwettbewerbs und regionaler Allianzen hin.
Inhaltsübersicht: I. Freie Produktionszonen in Zentralamerika - ein ganz gewöhnlicher Billiglohnstandort?; II. Das Leitbild der "Asiatischen Tiger" - und die Rolle des südostasiatischen Kapitals in den Maquilas; III. Krise des Syndikalismus in Zentralamerika und Strategien zur Maquila - Umbrüche und Einbindung in die Standortpolitik; IV. Die schwierigen Beziehungen zwischen Frauenorganisationen und traditionellen Gewerkschaften; V. Sozialprotektionismus und Kooperation - Counterpartbeziehungen zwischen Zentralamerika und den USA.
Thomas Morick (TM)
Dipl.-Politologe.
Rubrizierung: 2.65 | 2.262 | 4.22 | 4.43 | 2.64
Empfohlene Zitierweise: Thomas Morick, Rezension zu: Ronald Köpke: Nationaler Wettbewerb und Kooperation. Münster: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/4212-nationaler-wettbewerb-und-kooperation_5931, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 5931
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Dipl.-Politologe.
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