/ 20.06.2013
Peter Aerne
Religiöse Sozialisten, Jungreformierte und Feldprediger. Konfrontationen im Schweizer Protestantismus 1920-1950
Zürich: Chronos Verlag 2006; 613 S.; geb., 52,- €; ISBN 978-3-0340-0745-0Theolog. Diss. Bern; Gutachter: R. Dellsperger, R. Barth. – Aerne widmet sich der Geschichte der religiös-sozialen Bewegung in der Deutschschweiz von der Entstehung im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts bis zur Spaltung im aufkommenden Kalten Krieg. Er berichtet, dass sich diese Gruppierung in der protestantischen Kirche aktiv für den Frieden einsetzte und entsprechende Themen in den Synoden einbrachte, um Stellungnahmen der Kirche zu bewirken. Dabei seien die religiösen Sozialisten auf den Widerstand der konservativ ausgerichteten Jungreformierten gestoßen. In der Vereinigung der antimilitaristischen Pfarrer der Schweiz seien die religiös-sozialen Pfarrer tonangebend gewesen. Auf der Gegenseite habe sich die Gesellschaft der Feldprediger positioniert, so Aerne. Er stellt sowohl die Arbeit der religiösen Sozialisten (Laien und Pfarrer) in den Kirchenparlamenten am Beispiel der Zürcher Kantonalkirche als auch das Engagement der antimilitaristischen Pfarrer dar.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.5 | 2.23 | 2.22
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Peter Aerne: Religiöse Sozialisten, Jungreformierte und Feldprediger. Zürich: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25786-religioese-sozialisten-jungreformierte-und-feldprediger_29933, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 29933
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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