/ 04.06.2013
Andreas Kappeler
Russische Geschichte
München: C. H. Beck 1997 (Beck'sche Reihe: Wissen 2.076); 112 S.; 14,80 DM; ISBN 3-406-41876-7"Mut zur Verallgemeinerung", den man tatsächlich zur Skizzierung der russischen Geschichte auf nur 100 Seiten "dringend benötigt", wie der Autor selbst feststellt, ist sicherlich durch den Anspruch gerechtfertigt, der breiteren Öffentlichkeit einen ersten Einstieg in die russische Geschichte zu vermitteln: Mit Blick auf die Gegenwart werden Grundlinien und Grundprobleme Rußlands umrissen. Den Schwerpunkt legt Kappeler auf langfristige Kontinuitäten, die in die vorsowjetische Epoche, teilweise bis ins Mittelalter, zurückreichen. Im zweiten Teil erfolgt ein chronologischer Abriß der politischen Geschichte Rußlands mit Schwerpunkt auf der Darstellung der inneren Entwicklung. Im dritten Teil skizziert Kappeler elf Problemfelder russischer Geschichte und Gegenwart in so bunter Mischung wie beispielsweise "Frauen und Männer", "Hochkultur und Volkskultur" oder "Mächtiger Staat und passive Gesellschaft"; ihre Auswahl und Interpretation ist bewußt subjektiv und entspricht nicht immer dem Konsens der Forschung. Ein gelungener, aber eben nur allererster Einstieg.
Claudia Bruns (CB)
Dr., Historikerin.
Rubrizierung: 2.62
Empfohlene Zitierweise: Claudia Bruns, Rezension zu: Andreas Kappeler: Russische Geschichte München: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/5109-russische-geschichte_6718, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 6718
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Dr., Historikerin.
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