/ 21.06.2013
Ferdinand Karlhofer / Emmerich Tálos (Hrsg.)
Sozialpartnerschaft. Österreichische und Europäische Perspektiven
Wien/Münster: Lit 2005 (Politik und Zeitgeschichte 2); 217 S.; brosch., 19,90 €; ISBN 978-3-8258-8612-7Wie hat sich die österreichische Sozialpartnerschaft im 21. Jahrhundert entwickelt? Ob sich möglicherweise ein Paradigmenwechsel vom Korporatismus zum Lobbyismus vollzogen hat, wie verschiedentlich diagnostiziert, oder ob die Interaktion von Staat und Verbänden künftig zwischen diesen beiden Polen oszilliert, sind die Themen des Sammelbandes. Er ist zugleich als Fallstudie zur österreichischen Sozialpartnerschaft und als vergleichende Analyse der Entwicklung in den „alten“ und „neuen“ EU-Mitgliedstaaten der EU angelegt. In den Beiträgen zur österreichischen Sozialpartnerschaft wird der Entwicklungsverlauf des „austrokorporatistischen“ Steuerungsmusters nachgezeichnet und analysiert. Besondere Berücksichtigung findet dabei die politische Wende des Jahres 2000 und deren Auswirkungen auf die Sozialpartnerschaft. Die Herausgeber weisen darauf hin, dass die Sozialpartnerschaft Österreichs unter der ersten österreichischen Ratspräsidentschaft 1998 noch als Vorbild für den sozialen Dialog auf europäischer Ebene gegolten habe, was inzwischen nur noch sehr eingeschränkt der Fall sei. Inwiefern die Entwicklung auf europäischer Ebene aber das nationale Muster verändert hat, wird in den ländervergleichenden Beiträgen ebenso untersucht wie der Beitrag zum sozialen Dialog der Europäischen Union.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.21 | 2.4 | 3.5
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Ferdinand Karlhofer / Emmerich Tálos (Hrsg.): Sozialpartnerschaft. Wien/Münster: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/26209-sozialpartnerschaft_30511, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 30511
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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