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/ 04.06.2013
Frank Müller

Streitfall Todesstrafe. Mit einem Vorwort von amnesty international

Düsseldorf: Patmos Verlag 1998; 228 S.; brosch., 39,80 DM; ISBN 3-491-72380-9
Das Buch will keine nüchtern-wissenschaftliche Untersuchung sein, sondern es ergreift kämpferisch Partei für die Abschaffung der Todesstrafe. Dem dienen etwa Berichte von einzelnen Hinrichtungen, in denen die Unmenschlichkeit der unterschiedlichen Hinrichtungsarten immer wieder zum Ausdruck kommt, und mit dem gleichen Impetus ist die argumentative Auseinandersetzung mit den verschiedenen Begründungen getragen, die von Befürwortern der Todesstrafe vorgebracht worden sind. Auch wenn der Rezensent mit allen diesen Anliegen Müllers sympathisiert, ergibt sich hieraus noch keine wissenschaftliche Abhandlung. Einen entsprechenden Wert kann man jedoch in den Dokumentationen des Bandes sehen. Hier werden die relevanten internationalen Verträge wiedergegeben, eine Auflistung der Länder mit Todesstrafe und der in ihnen praktizierten Hinrichtungsarten, sowie die Bundestagsdebatte aus der I. Legislaturperiode um die beantragte Wiedereinführung der Todesstrafe.
Michael Dreyer (MD)
Prof. Dr., Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 4.42 Empfohlene Zitierweise: Michael Dreyer, Rezension zu: Frank Müller: Streitfall Todesstrafe. Düsseldorf: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/5565-streitfall-todesstrafe_7257, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 7257 Rezension drucken
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