/ 20.06.2013
Beatrice Dernbach / Michael Meyer (Hrsg.)
Vertrauen und Glaubwürdigkeit. Interdisziplinäre Perspektiven
Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2005; 292 S.; brosch., 29,90 €; ISBN 3-531-14116-3Mit steigender Komplexität sozialer Prozesse und zunehmender Medialisierung von Informationen schwindet für den Normalbürger unvermeidlich die Möglichkeit, Wahrheitsgehalte von Nachrichten oder Ereignissen selbst zu überprüfen. Weil an die Stelle eigener Erfahrungen mehr und mehr Kommunikationen von Dritten treten, werden Vertrauen und Glaubwürdigkeit dieser kommunikativen Akte für deren Akzeptanz immer wichtiger. Voraussetzungen und Erscheinungsformen von Vertrauen werden in dem Sammelband zum einen an Beispielen aus unterschiedlichen kulturellen Bereichen, zum anderen aus dem Blickwinkel verschiedener Disziplinen behandelt. Die Autorinnen und Autoren kommen aus der Betriebswirtschaftslehre, Kommunikations- und Publizistikwissenschaft, Kulturwissenschaft, den Natur- und Ingenieurwissenschaften, der Politikwissenschaft, Psychologie und Soziologie.
Aus dem Inhalt:
Iris Pompesius:
Das Lob (7-10)
Beatrice Dernbach / Michael Meyer:
Einleitung. Vertrauen und Glaubwürdigkeit (11-25)
Beatrice Dernbach:
Der Glaube an den Fortschritt. Vom Vertrauen in Wissenschaft (27-46)
Martin K. W. Schweer / Barbara Thies:
Vertrauen durch Glaubwürdigkeit - Möglichkeiten der (Wieder-)Gewinnung von Vertrauen aus psychologischer Perspektive (47-63)
Guido Möllering / Jörg Sydow:
Kollektiv, kooperativ, reflexiv: Vertrauen und Glaubwürdigkeit in Unternehmungen und Unternehmungsnetzwerken (64-93)
Uwe Laucken:
Explikation der umgangssprachlichen Bedeutung des Begriffs Vertrauen und ihre lebenspraktische Verwendung als semantisches Ordnungspotenzial (94-120)
Manfred Rühl:
Vertrauen - kommunikationswissenschaftlich beobachtet (121-134)
Beatrice Dernbach:
Was schwarz auf weiß gedruckt ist... Vertrauen in Journalismus, Medien und Journalisten (135-154)
Michael Meyer:
Credit und Diskreditierung: zur englischen Presse und Literatur im frühen 18. Jahrhundert (155-172)
Gaby Allrath / Ansgar Nünning:
(Un-)Zuverlässigkeitsurteile aus literaturwissenschaftlicher Sicht: Textuelle Signale, lebensweltliche Bezugsrahmen und Kriterien für die Zuschreibung von (Un-)Glaubwürdigkeit in fiktionalen und nichtfiktionalen Erzählungen (173-193)
Marlene Odenbach:
Glaubwürdigkeit in der PR: In Jahren erarbeitet, in Sekunden zerstört. Fünf Thesen aus der Sicht eines PR-Praktikers (194-213)
Michael Meyer:
Wissen und Macht: Der amerikanische Krieg um Massenvernichtungs- und Massenverwirrungswaffen (214-245)
Manfred Redelfs:
Glaubwürdigkeit in der Politik: Vertrauen in Nichtregierungsorganisationen am Beispiel der Kommunikationsstrategie von Greenpeace (246-268)
Uwe Apel:
Vertrauen in Naturwissenschaft und Technik (269-288)
Thomas Mirbach (MIR)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 2.23 | 2.22 | 2.35 | 2.331 | 2.64 | 4.22
Empfohlene Zitierweise: Thomas Mirbach, Rezension zu: Beatrice Dernbach / Michael Meyer (Hrsg.): Vertrauen und Glaubwürdigkeit. Wiesbaden: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22420-vertrauen-und-glaubwuerdigkeit_25579, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 25579
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Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
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