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/ 20.06.2013
Reiner Bernstein

Von Gaza nach Genf. Die Genfer Friedensinitiative von Israelis und Palästinensern. Mit einem Vorwort von Ralf Fücks und Epilogen von Yasser Abed Rabbo und Yossi Beilin

Schwalbach/Ts.: Wochenschau Verlag 2006; 181 S.; 19,80 €; ISBN 3-89974236-2
Nach den gescheiterten Verhandlungen von Oslo und Camp David präsentierten israelische und palästinensische Entscheidungsträger und Meinungsführer im Dezember 2003 einen detaillierten Plan zur Lösung des Palästinakonflikts. Im Gegensatz zur damals favorisierten „Road Map“ enthielt die „Genfer Initiative“ exakt ausgearbeitete Regelungen nahezu aller umstrittenen Fragen, insbesondere bezüglich des Grenzverlaufs, der Flüchtlinge sowie der anhaltenden Gewalt. Doch so gut der Plan war, so schwierig blieb seine Umsetzung, denn sowohl Arafat als auch Sharon wollten die Kontrolle des Friedensprozesses nicht aus der Hand geben. Die Genfer Ideen blieben damit bislang weitgehend in der Schublade. Nach Ausführungen über die Friedenskonferenzen von Oslo, Camp David und der „Road Map“ sowie der Gründe ihres jeweiligen Scheiterns beschreibt Bernstein die Entstehung dieser „Genfer Initiative“, analysiert den Inhalt der Erklärung und bewertet ihre Erfolgsaussichten. Die gebotene Faktenvielfalt erfordert eine konzentrierte Lektüre, stellt mitsamt der Aktualität (Redaktionsschluss war September 2005) zugleich aber auch den großen Wert des Buches dar.
Jan Claudius Völkel (JCV)
M. A., wiss. Mitarbeiter, Arnold-Bergsträsser-Institut, Freiburg i. Br.
Rubrizierung: 4.412.63 Empfohlene Zitierweise: Jan Claudius Völkel, Rezension zu: Reiner Bernstein: Von Gaza nach Genf. Schwalbach/Ts.: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/24794-von-gaza-nach-genf_28664, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 28664 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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