/ 21.06.2013
Tobias Gamper
Zentraleuropäische Präsidententreffen. Mitteleuropa mit Thomas Klestil am runden Tisch
Wien/Köln/Weimar: Böhlau Verlag 2007 (Schriftenreihe des Herbert-Batliner-Europainstitutes, Forschungsinstitut für Europäische Politik und Geschichte 11); 95 S.; geb., 19,90 €; ISBN 978-3-205-77649-9Bereits das albumartige Querformat des Büchleins verrät einiges über den Charakter der Publikation, die nicht nur als wissenschaftliche Abhandlung über die vom österreichischen Bundespräsidenten Thomas Klestil initiierten Zentraleuropäischen Präsidententreffen daherkommt, sondern vor allem auch dem Andenken ihres im Jahr 2004 verstorbenen Initiators gewidmet ist. Insofern reißt Gamper nur kurz den Mitteleuropagedanken und seine Bedeutung für die österreichische Außenpolitik nach 1945 an, bevor er die 13 Präsidententreffen unter Beteiligung Klestils von 1993 bis 2004 darstellt. Trotz des Anwachsens der Teilnehmerzahl und der Bedeutung dieses Treffens verweist Gamper auch auf den deklamatorischen Charakter der Veranstaltung, die lediglich auf einen informellen, kulturellen Austausch zielt, dabei aber eine besondere Symbolkraft entfaltet. Soweit vorhanden, dokumentiert er auch Passagen der Pressestatements, die Abschlusserklärungen und Familienbilder der verschiedenen Treffen. Da sich der Autor auf die Rolle und Person Klestils konzentriert, ist nur dem Anhang zu entnehmen, dass die Veranstaltungsform auch nach Klestils Tod fortgesetzt worden ist und wird. In einem ausführlichen Nachwort beschreibt Emil Brix die neuen Herausforderungen, vor denen das Projekt Mitteleuropa heute steht.
Matthias Belafi (BEL)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.22 | 2.61 | 2.4
Empfohlene Zitierweise: Matthias Belafi, Rezension zu: Tobias Gamper: Zentraleuropäische Präsidententreffen. Wien/Köln/Weimar: 2007, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/28400-zentraleuropaeische-praesidententreffen_33455, veröffentlicht am 07.04.2008.
Buch-Nr.: 33455
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M. A., Politikwissenschaftler.
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