/ 20.06.2013
Michael Enßlen (Hrsg.)
Zur Logik des modernen Krieges. Politische Strukturen und verborgene Motive
Gießen: Psychosozial-Verlag 2006 (Reihe Psyche und Gesellschaft); 178 S.; brosch., 19,90 €; ISBN 3-89806-475-1Neben gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Motiven betrachten die Aufsatzautoren auch verborgene psychologische Mechanismen, mit deren Hilfe kriegerische Konflikte erklärt werden können. In den Beiträgen, die als Folge einer bereits 1999 vom Deutsch-Amerikanischen Institut Heidelberg und der Heidelberger Gesellschaft für Geistes- und Sozialwissenschaften organisierten Tagung entstanden sind, betrachten Psychologen, aber auch Intellektuelle wie Noam Chomsky und Klaus Theweleit die menschlichen, individuellen Hintergründe moderner Kriege vom Zweiten Weltkrieg bis zum Irak-Krieg 2003. Hinter Kriegserklärung und Kriegsführung stünde demnach auch eine „Erfahrungsverhinderung“ in dem Sinne, dass durch kriegerische Gewalt Fremde aus der eigenen kollektiven Wahrnehmung fern gehalten und Selbsterkenntnisse verhindert würden.
Steffen Heinzelmann (STH)
Politikwissenschaftler, M. A., Press Officer, Institute for Advanced Sustainability Studies e. V. (IASS) Potsdam.
Rubrizierung: 4.41 | 2.64
Empfohlene Zitierweise: Steffen Heinzelmann, Rezension zu: Michael Enßlen (Hrsg.): Zur Logik des modernen Krieges. Gießen: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/24905-zur-logik-des-modernen-krieges_28791, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 28791
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Politikwissenschaftler, M. A., Press Officer, Institute for Advanced Sustainability Studies e. V. (IASS) Potsdam.
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