/ 19.06.2013
Hermann Weber (Hrsg.)
Recht, Staat und Politik im Bild der Dichtung. Recht, Literatur und Kunst in der Neuen Juristischen Wochenschrift (4)
Berlin: BWV Berliner Wissenschafts-Verlag GmbH 2003 (Juristische Zeitgeschichte, Abteilung 6: Recht in der Kunst - Kunst im Recht 15); VIII, 217 S.; geb., 44,- €; ISBN 3-8305-0525-6„[V]on seinen Zeitgenossen wurde Lessing nicht nur unter die größten Dichter gerechnet, sondern auch unter die größten Philosophen und Kant an die Seite gestellt." (1 f.) Mit Lessings Überlegungen zu Moral und Politik wird diese Sammlung von Aufsätzen eröffnet, die zuvor in der Neuen Juristischen Wochenschrift erschienen. Die Autoren zeigen, wie gründlich manche Dichter sich mit Fragen der politischen Philosophie beschäftigt haben, sich aber um ihrer geistigen Freiheit willen ausschließlich den Literaten zurechneten. Vorgestellt werden unter anderem Fontane, Hofmannsthal und Broch als politische Dichter. Analysiert werden ferner zum Beispiel das Verhältnis von Recht und Staat bei Gottfried Benn und die Auseinandersetzungen Dürrenmatts mit der Gerechtigkeit.
Aus dem Inhalt:
Bernhard Schlink:
Gotthold Ephraim Lessing - bürgerliches Denken über Recht, Staat und Politik am Vorabend der bürgerlichen Gesellschaft (1-20)
Thorsten Walter:
C. M. Wieland - „Le Voltaire de l'Allemagne" oder: Literarisches Staatsdenken zwischen Spätaufklärung und Frühliberalismus (21-39)
Bernhard Weck:
Literaten der Spätaufklärung und ihr Beitrag zur Entwicklung moderner Verfassungsstaatlichkeit (41-53)
Heinz Müller-Dietz:
Recht und Ordnung bei Johann Peter Hebel (55-68)
Josef Demmelbauer:
Fontane, Hofmannsthal und Broch als politische Dichter (69-84)
Josef Demmelbauer:
Dichter und Staatswissenschaftler als Geistesverwandte (85-101)
Wolfgang Graf Vitzthum:
Staatsdichtung und Staatslehre. Das Beispiel Stefan George (103-126)
Josef Demmelbauer:
Vom absterbenden zum totalen Staat. Von der „anderen Seite" Kubins zum „Arbeiter" Jüngers, aufgezeigt am Briefwechsel Kubin/Ernst Jünger (127-141)
Rolf-R. Henrich:
Das beste Recht wird sinnlos ohne den Gerechten: Zum 100. Geburtstag Ernst Jüngers (143-159)
Heinz Müller-Dietz:
Recht und Staat bei Gottfried Benn (161-176)
Hans-Jürgen Wipfelelder:
Werner Bergengruen - Ein Dichter des Rechts (177-193)
Bernhard Losch:
Friedrich Dürrenmatt - „Die Gerechtigkeit ist etwas Fürchterliches" (195-213)
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 5.1 | 2.31 | 2.35 | 5.33 | 5.42
Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Hermann Weber (Hrsg.): Recht, Staat und Politik im Bild der Dichtung. Berlin: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/20479-recht-staat-und-politik-im-bild-der-dichtung_23871, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 23871
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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