/ 05.06.2013
Susanne Soppart-Liese
Reform der Schule und elterliche Mitwirkung. Die Ordnung einer sozialen Dienstleistung
Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 1998 (Europäische Hochschulschriften: Reihe XI, Pädagogik 757); 332 S.; brosch., 89,- DM; ISBN 3-631-33784-1Die Autorin beabsichtigt, organisierte Elterninteressen in allgemeinbildenden Schulen am Beispiel Nordrhein-Westfalens zu untersuchen. Sie fragt, ob und inwiefern Vereine und Verbände als intermediäre Organisationen für die Einbindung von Eltern in einen Prozeß der Demokratisierung und Partizipation in der Schule fungieren können (15). Soppart-Liese stellt fest, daß die rechtlichen Voraussetzungen für Elternmitwirkung widersprüchlich, die empirische Situation der Mitwirkung defizitär, ohnmächtig und uneinheitlich sind und durch Reformbemühungen bislang eine Einbindung von Eltern ausblieb. Sie schlägt vor, Elternmitwirkung versuchsweise als Netzwerk über Vertrag und Kooperation zu konzipieren. Die Studie beinhaltet eine Befragung von Elternverbänden auf Landes- und europäischer Ebene, dessen zugrundeliegender Fragebogen im Anhang abgedruckt ist.
Inhaltsübersicht: I. Organisierte Elterninteressen im allgemeinbildenden Schulwesen; II. Rechtliche Regulierung von Elternmitwirkung; III. Auswertung einer Befragung von Elternverbänden; IV. Institutionalisierung von Elternmitwirkung als Beitrag zur 'Autonomisierung' von Schule; V. Elternmitwirkung als organisiertes Interesse; VI. Staatliche Bildungspolitik als sozialpolitische Steuerungspolitik; VII. Verbindung Elternsystem – Schulsystem.
Petra Beckmann-Schulz (Bm)
Dr., Politikwissenschaftlerin.
Rubrizierung: 2.343
Empfohlene Zitierweise: Petra Beckmann-Schulz, Rezension zu: Susanne Soppart-Liese: Reform der Schule und elterliche Mitwirkung. Frankfurt a. M. u. a.: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/7661-reform-der-schule-und-elterliche-mitwirkung_10169, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 10169
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Dr., Politikwissenschaftlerin.
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