/ 05.06.2013
Stephan Peters
Arbeitsbegriff und Ökologie. Die Auswirkungen des Arbeitsbegriffs auf die Diskussion ökologischer Reformprojekte
Köln: PapyRossa Verlag 1999 (PapyRossa Hochschulschriften 27); 146 S.; 28,- DM; ISBN 3-89438-178-7Angesichts der hohen derzeitigen Arbeitslosigkeit wird Umweltschutz wieder zunehmend als Belastung der Wirtschaft betrachtet, die nur bei entsprechendem Wirtschaftswachstum finanziert werden kann. Letzteres ist jedoch die wesentliche Ursache für die ökologischen Probleme. Nach Auffassung des Autors haben Arbeitslosigkeit und ökologische Probleme die gleichen Ursachen. Um dies zu belegen, analysiert er zunächst den traditionellen Arbeitsbegriff in kapitalistischen Industriegesellschaften. Dann versucht er, eine alternative Bestimmung des Begriffes Arbeit zu leisten und gelangt darüber zu einem Bewertungsmodell für ökologische Reformprojekte. Dabei ist die Darstellung jedoch teilweise recht undifferenziert. Leseprobe: "Die anfangs aus religiösen Motiven vorangetriebene Ablösung des Menschen von der Natur machte es möglich, daß in der Weiterentwicklung der Gesellschaften nur Teile der "ganzen Welt" berücksichtigt wurden, so daß es zur übertriebenen Ausprägung menschlicher Charakterzüge kommen konnte, die sich vor allem im ökonomischen Verständnis niederschlugen." (129)
Silke Becker (Be)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.342 | 2.341
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Stephan Peters: Arbeitsbegriff und Ökologie. Köln: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/8619-arbeitsbegriff-und-oekologie_11349, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 11349
Rezension drucken
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
CC-BY-NC-SA