/ 17.06.2013
Rainer Volkmann
Beschäftigungspolitik! Argumente zur Neubelebung einer demontierten Strategie
Opladen: Leske + Budrich 2001 (Schriftenreihe der Hochschule für Wirtschaft und Politik 6); 269 S.; kart., 25,46 €; ISBN 3-8100-3090-2Das Buch muss für Beschäftigungspolitiker des ökonomischen Mainstreams wie eine ausgemachte Provokation wirken. Volkmann, der an der Hochschule für Wirtschaft und Politik Hamburg lehrt, zieht eine Bilanz anderer Art: eine ernst zu nehmende Beschäftigungspolitik - "als entschlossene Politik gegen Massenarbeitslosigkeit" (10) - habe in Deutschland bisher nicht stattgefunden, weil die von neoliberalen und neoklassischen Grundsätzen dominierte herrschende Lehre im Zeichen von Geldwertstabilität und Angebotsorientierung stets darauf verzichtet hat, unternehmerische Nachfrage staatlicher Beeinflussung auszusetzen (8). Dagegen will der Autor zeigen, dass eine nachdrückliche Beschäftigungspolitik heute - auch unter den üblicherweise angeführten Barrieren von Globalisierung und restriktiver Finanzpolitik (als Folge von Maastricht) - sehr wohl möglich ist. Die Erörterung von Handlungsspielräumen im EU-Kontext ist Gegenstand des zweiten Teils und sie wird noch einmal explizit aufgenommen in den 9 Thesen, mit denen Volkmann seine Konstruktion "einer anderen Beschäftigungspolitik" vorstellt (139 ff.).
Inhaltsübersicht: I. Beschäftigungspolitik - und ihre Demontage; II. Beschäftigungspolitik und die Europäische Union; III. Konstruktion einer anderen Beschäftigungspolitik.
Thomas Mirbach (MIR)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 2.262 | 3.5 | 2.342
Empfohlene Zitierweise: Thomas Mirbach, Rezension zu: Rainer Volkmann: Beschäftigungspolitik! Opladen: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/14969-beschaeftigungspolitik_16985, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 16985
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Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
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