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/ 17.06.2013
Herwig Birg

Die ausgefallene Generation. Was die Demographie über unsere Zukunft sagt

München: C. H. Beck 2005; 158 S.; geb., 16,90 €; ISBN 3-406-53749-9
In diesem Buch werden die politischen und gesellschaftlichen Defizite der vergangenen 40 Jahre schonungslos aufgezeigt. Demografische Langzeittrends, bis vor wenigen Jahren in ihren negativen Konsequenzen weitgehend ignoriert, stoßen erst neuerdings im Kontext von Renten- und Gesundheitsreformen auf breiteres Interesse. Der Bielefelder Bevölkerungsforscher Birg legt hier in leicht erweiterter Form einen erstmals 2005 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung veröffentlichten „Grundkurs Demographie“ vor, in welchem er Ursachen und Konsequenzen der rückläufigen Bevölkerungsentwicklung in Deutschland analysiert und kommentiert. Dies geschieht in nüchterner Sprache und versehen mit einer Vielzahl aussagekräftiger Schaubilder und Tabellen: Nicht die steigende Lebenserwartung ist das demografische Problem, vielmehr sind die Eltern, die heute Kinder zur Welt bringen müssten, niemals geboren worden. Birg resümiert, es sei nicht fünf vor zwölf, sondern „dreißig Jahre nach zwölf“ (149). Um die jahrzehntelangen gesellschaftspolitischen Fehler zu korrigieren, könne nur eine konsequente Kinder befürwortende „Soziale Politik statt Sozialpolitik“ (144) die erforderliche Wende einleiten.
Burkard Steppacher (BKS)
Prof. Dr., Konrad-Adenauer-Stiftung; Forschungsinstitut für Politische Wissenschaft und Europäische Fragen, Universität zu Köln (http://www.jeanmonnetchair.uni-koeln.de/index.php?id=252).
Rubrizierung: 2.32.342 Empfohlene Zitierweise: Burkard Steppacher, Rezension zu: Herwig Birg: Die ausgefallene Generation. München: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/14718-die-ausgefallene-generation_28489, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 28489 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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