/ 17.06.2013
Julian Nida-Rümelin
Ethische Essays
Frankfurt a. M.: Suhrkamp 2002 (suhrkamp taschenbuch wissenschaft 1565); 471 S.; 16,- €; ISBN 3-518-29165-3Die Kapitel I bis III entfalten das Ethikverständnis des Verfassers aus unterschiedlichen Perspektiven: Während der erste erkenntnistheoretische Teil die Verbindung von kohärenztheoretischer Begründungstheorie und einem objektiven Verständnis praktischer Gründe versucht, will der zweite Teil zeigen, dass moralisches Handeln rational ist. Das dritte Kapitel wendet sich praktischen Fragen zu. Der abschließende Teil zeichnet eine Debatte nach, die im Jahr 2001 im Anschluss an die britische Freigabe des therapeutischen Klonens in der deutschen Presse entbrannt war.
Inhalt: I. Ethische Erkenntnis: Zur Reichweite theoretischer Vernunft in der Ethik (1993); Begründung in der Ethik; Objektivität und Moral (1994); Über die Vereinbarkeit von Universalismus und Pluralismus in der Ethik (1997); Was ist ein praktischer Grund? (1997); Normatives Orientierungswissen (1999). II. Rationalität und Moral: Zur Einheitlichkeit praktischer Rationalität (1996); Ökonomische Rationalität und praktische Vernunft (1992); Ökonomische Optimierung in den Grenzen struktureller Rationalität (1997); Rationalität: Kohärenz und Struktur (2000); Kann der Erzengel die Konsequentialismus-Kritik entkräften? (1995); Subjektive Wünsche und das individuell gute Leben (1998); Praktische Kohärenz (1997). III. Angewandte Ethik: Werbung und Ethik (1996); Die ökologische Herausforderung der Ethik (1995); Die philosophischen und ethischen Grundlagen des Tierschutzes (1996); Energie aus Biomasse: Ethische und entscheidungstheoretische Aspekte (1992); Wissenschaftsethik (1996); Ethik des Risikos (1996); Wert des Lebens (1996). IV: Bioethik und Menschenwürde: Dokumentation einer Debatte: Julian Nida-Rümelin: Wo die Menschenwürde beginnt; Wilhelm Vossenkuhl: Der Mensch ist des Menschen Zelle; Robert Spaemann: Gezeugt, nicht gemacht; Volker Gerhardt: Vom Zellhaufen zur Selbstachtung; Reinhard Merkel: Recht für Embryonen; Jürgen Mittelstraß: Inflationäre Menschenwürde; Georg H. Fey / Carl Friedrich Gethmann: Wir dürfen unsere Evolution nicht dem Zufall überlassen; Andreas Kuhlmann: Die Gesundbeter; Otfried Höffe: Wessen Menschenwürde?; Julian Nida-Rümelin: Humanismus ist nicht teilbar.
Florian Weber (FW)
M. A., wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 5.44
Empfohlene Zitierweise: Florian Weber, Rezension zu: Julian Nida-Rümelin: Ethische Essays Frankfurt a. M.: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/15495-ethische-essays_17658, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 17658
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M. A., wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
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