/ 21.06.2013
Claudia Šabić
"Ich erinnere mich nicht, aber Lviv!" Zur Funktion kultureller Faktoren für die Institutionalisierung und Entwicklung einer ukrainischen Region. Mit einem Vorwort von Melanie Tatur
Stuttgart: ibidem-Verlag 2007 (Soviet and Post-Soviet Politics and Society 48); 321 S.; pb., 39,90 €; ISBN 978-3-89821-752-1Diss. Frankfurt/M.; Gutachter: M. Tartur, R. Kößler. – Am Fallbeispiel der westukrainischen Region L’viv stellt Šabić die Bedeutung kultureller Faktoren für die Herausbildung regionaler Identitätsprozesse in Transformationsgesellschaften heraus. Sie betritt mit dem kultursoziologischen Ansatz und der Ergänzung der klassischen Transitionsforschung durch eine regionale Perspektive Neuland in der Forschung. Die Autorin fragt, ob die regionalen und lokalen Akteure den Symbolvorrat, der in der historischen und geografischen Sonderrolle impliziert ist, für die Institutionalisierung einer Region nutzen. Diese Akteure sind dabei durch das autoritative, neopatrimoniale politische System der Ukraine begrenzt. Ausgehend von ihrer Feldstudie, die unter anderem auf sechzig Interviews und informellen Gesprächen aufbaut, folgert die Autorin für die Region L’viv: „Die selbstauferlegte Verantwortung für das Schicksal der Nation stand regionaler Institutionalisierung im Wege“ (289).
Jost Wübbeke (JW)
Student, Lehrstuhl für Internationale Politik, Ruhr-Universität Bochum.
Rubrizierung: 2.61 | 2.2 | 2.21 | 2.22 | 2.23
Empfohlene Zitierweise: Jost Wübbeke, Rezension zu: Claudia Šabić: "Ich erinnere mich nicht, aber Lviv!" Stuttgart: 2007, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/27916-ich-erinnere-mich-nicht-aber-lviv_32799, veröffentlicht am 01.04.2008.
Buch-Nr.: 32799
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Student, Lehrstuhl für Internationale Politik, Ruhr-Universität Bochum.
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