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/ 11.06.2013
Rolf Steininger

Südtirol 1918-1999

Innsbruck/Wien: Studien Verlag 1999; 119 S.; 16,50 DM; ISBN 3-7065-1348-X
Der aus Deutschland stammende und in Innsbruck lehrende Historiker, ein ausgewiesener Kenner der Region, liefert in diesem Bändchen einen kurzen, aber umfassenden Überblick über die Geschichte Südtirols seit Ende des Ersten Weltkrieges. Dabei wird deutlich, daß sich in der Geschichte Südtirols, wie in einem Brennglas, wichtige Stücke der Geschichte des 20. Jahrhunderts widerspiegeln. Diese reichen von den Auswirkungen des Weltkrieges und der Verschärfung der Minderheitenproblematik über die Konsequenzen des aufkommenden Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges, die folgende Scheinautonomie bis hin zur offiziellen Beilegung des Streits zwischen Österreich und Südtirol im Jahre 1992. Das auch in einer italienischen Fassung erhältliche Taschenbuch richtet sich an ein über die Fachwelt hinausgehendes Publikum. Dafür ist es in leicht verständlicher Sprache geschrieben und behandelt überblicksartig die wichtigsten Etappen der Südtiroler Autonomiebestrebungen und entsprechender Gegenbewegungen. Es stellt somit eine angenehm lesbare Einführung in die Problematik dar, die der Autor 1997 in seiner Arbeit "Südtirol im 20. Jahrhundert - Vom Leben und Überleben einer Minderheit" (siehe ZPol 2/98: 812 f.), einer dazugehörigen Dokumentation aus dem Jahre 1999 sowie dem gerade erschienenen "SÜDTIROL zwischen Diplomatie und Terror 1947–1968" wesentlich ausführlicher behandelt hat.
Thomas Henzschel (TH)
Dr., Auswärtiges Amt, Arbeitsstab Iran.
Rubrizierung: 2.61 Empfohlene Zitierweise: Thomas Henzschel, Rezension zu: Rolf Steininger: Südtirol 1918-1999 Innsbruck/Wien: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/10110-suedtirol-1918-1999_11956, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 11956 Rezension drucken
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