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/ 18.06.2013
Wolfgang Streeck / Martin Höpner (Hrsg.)

Alle Macht dem Markt? Fallstudien zur Abwicklung der Deutschland AG

Frankfurt a. M./New York: Campus Verlag 2003 (Schriften des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung Köln 47); 289 S.; 29,90 €; ISBN 3-593-37265-7
Das „rheinische Modell" des Kapitalismus droht im Zuge der wirtschaftlichen Internationalisierung zunehmend unter Druck zu geraten. Wenn die Spielregeln des Kapitalmarktes stärker liberalisiert werden und der so genannte „Shareholder Value" mehr Einfluss auf die Unternehmensentscheidungen gewinnt, dann kann das etablierte deutsche System der industriellen Beziehungen davon nicht unberührt bleiben. Mit Fragen dieser Art befassen sich eine Reihe von Forschungsprojekten des Kölner Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung (MPIfG); dieser Band - hervorgegangen aus einem Workshop des MPIfG - diskutiert sie anhand von Unternehmensfallstudien. Die dabei präsentierten empirischen Befunde belegen - so die Herausgeber -, „dass die Kapitalbeziehungen deutscher Unternehmen und das deutsche System der Unternehmenskontrolle sich in den letzten anderthalb Jahrzehnten so grundlegend verändert haben, dass zu Recht von einem Ende der Periode des national organisierten deutschen Kapitalismus und einer nachhaltigen Konvergenz auf das angloamerikanische Modell der Unternehmensführung gesprochen werden kann" (9). Aus dem Inhalt: Wolfgang Streeck / Martin Höpner: Einleitung: Alle Macht dem Markt? (11-59) Dirk Ipsen / Jens Pfitzinger: Krise in der Deutschland AG: Der Fall AEG (60-92) Anke Hassel: Wer beherrschte die Gemeinwirtschaft? Unternehmenskontrolle in politischen Unternehmen (93-117) Jürgen Beyer: Deutschland AG a. D.: Deutsche Bank, Allianz und das Verflechtungszentrum des deutschen Kapitalismus (118-146) Martin Höpner / Gregory Jackson: Entsteht ein Markt für Unternehmenskontrolle? Der Fall Mannesmann (147-168) Stefan Eckert: Auf dem Weg zur Aktionärsorientierung: Shareholder Value bei Hoechst (169-196) Sigurt Vitols: Viele Wege nach Rom? BASF, Bayer und Hoechst (197-221) Steffen Becker: Der Einfluss des Kapitalmarkts und seine Grenzen: Die Chemie- und Pharmaindustrie (222-248) Rainer Zugehör: Kapitalmarktorientierung und Mitbestimmung: Veba und Siemens (249-271) Britta Rehder: Corporate Governance im Mehrebenensystem: Konfliktkonstellationen im Investitionswettbewerb (272-287)
Thomas Mirbach (MIR)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 2.32.22 Empfohlene Zitierweise: Thomas Mirbach, Rezension zu: Wolfgang Streeck / Martin Höpner (Hrsg.): Alle Macht dem Markt? Frankfurt a. M./New York: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/19306-alle-macht-dem-markt_22429, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 22429 Rezension drucken
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