/ 20.06.2013
Kai Schwerdt
Demokratie und Globalisierung. Zur Zukunft der territorial verfassten Demokratie in einer globalisierten Welt
Marburg: Tectum Verlag 2003; 147 S.; 25,90 €; ISBN 3-8288-8517-9Magisterarbeit Heidelberg. – Schwerdt untersucht das Phänomen der Globalisierung, stellt ihm die Anforderungen territorialer Demokratien gegenüber und benennt schließlich zwei Alternativen, wie auf den drohenden Legitimitätsverlust Letzterer reagiert werden kann. Er hält sich in seinem Buch, das weniger ein Forschungs-, sondern vielmehr ein Literaturbericht ist, durchweg an bekannte Größen des Faches. Fritz W. Scharpf steht dabei für das Modell des demokratietheoretischen Pessimismus, während Anthony McGrew, Otfried Höffe und allen voran David Held deren optimistisches Pendant repräsentieren. Leider dringt der gelegentlich redundante Text nicht in die Tiefe der Materie ein, sondern referiert nur die zumeist bekannten Grundlagentheoreme, ohne schließlich mehr zu tun, als für eine vermittelnde Mittelposition zu votieren. Dies tut er allerdings gerade für Studienanfänger auf eine klare und lesenswerte Art und Weise.
Stefan Militzer (SM)
Dr., Publizist, Frankfurt a. M.
Rubrizierung: 2.2
Empfohlene Zitierweise: Stefan Militzer, Rezension zu: Kai Schwerdt: Demokratie und Globalisierung. Marburg: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22956-demokratie-und-globalisierung_26222, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 26222
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Dr., Publizist, Frankfurt a. M.
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