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/ 19.06.2013
Dalibor Truhlar

Demokratismus. Philosophie der demokratischen Weltanschauung

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2006 (Europäische Hochschulschriften: Reihe XX, Philosophie 698); 224 S.; brosch., 39,- €; ISBN 978-3-631-55818-8
„Zur Demokratie gehört wesentlich mehr als nur der institutionelle Rahmen“, schreibt Truhlar. „Wir müssen die Menschen berücksichtigen, die die Demokratie konstituieren, und deren Weltanschauungen, die eine erhebliche Rolle bei der Einführung und Erhaltung der Demokratie spielen“ (213 f.). Von diesem Gedanken ausgehend, unterteilt der Autor seine Abhandlung in drei recht allgemein gehaltene Teile: über die Demokratie als institutionelles System, über den Demokraten und über den Demokratismus als Weltanschauung. Diese sei nur formal und nicht inhaltlich zu bestimmen, die wesentlichen Elemente seien Toleranz, Kritik und der eigene Standpunkt. Diese Dreiteilung in Demokratie, Demokrat und Demokratismus sowie der Vorwurf des Autors, die gängigen Demokratietheorien konzentrierten sich zu sehr auf die Institutionen, wirken über weite Strecken bemüht und enden in sehr allgemeinen Feststellungen, zum Beispiel: „Ich glaube, um das Funktionieren der Demokratie zu gewährleisten, ist in der Tat eine demokratische Weltanschauung erforderlich.“ (153) Truhlar verharrt in dieser tautologischen Argumentation, neue demokratietheoretische Ideen sind nicht zu finden.
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 5.41 Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Dalibor Truhlar: Demokratismus. Frankfurt a. M. u. a.: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/21532-demokratismus_32071, veröffentlicht am 27.03.2008. Buch-Nr.: 32071 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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