/ 20.06.2013
Klaus Lenk
Der Staat am Draht. Electronic Government und die Zukunft der öffentlichen Verwaltung - eine Einführung
Berlin: edition sigma 2004; 120 S.; 12,90 €; ISBN 3-89404-519-1Das aus einer Vorlesungsreihe zum Beginn des Hochschulkollegs „Electronic Government“ der Alcatel SEL Stiftung für Kommunikationsforschung hervorgegangene schmale Bändchen soll „E-Government auf eine wissenschaftlich gehaltvolle Ebene heben“ (12). Der Autor wählt hierzu einen weniger technischen denn sozial- beziehungsweise verwaltungswissenschaftlichen Ansatz. Er öffnet damit das bis heute enge Verständnis von E-Government, welches sich vorwiegend an den (begrenzten) technischen Möglichkeiten des Internets und den gängigen Formen der „online“-Kommunikation orientiert. Seine Folgenabschätzung läuft letztlich auf die globale Forderung nach einer nachhaltigen „E-Transformation“ (69) von Staat, Verwaltung und Gesellschaft hinaus, die von der Informationstechnik zwar ermöglicht, aber nicht umgesetzt werden könne. In seiner Einführung analysiert Lenk deshalb sowohl das Potenzial der Informationstechnik als auch die Art und Weise, wie Verwaltungsarbeit strukturiert ist. Er verbindet die bereits begonnenen Veränderungen in der Staatsmodernisierung („Neues Öffentliches Management“, „Public Governance“) mit den Gestaltungspotenzialen der zunehmenden Informatisierung von Staat und Verwaltung.
Peter A. Zervakis (PZ)
Dr., Projektleiter Bologna-Prozess, Hochschulrektorenkonferenz, Bonn.
Rubrizierung: 2.322 | 2.325
Empfohlene Zitierweise: Peter A. Zervakis, Rezension zu: Klaus Lenk: Der Staat am Draht. Berlin: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22753-der-staat-am-draht_25980, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 25980
Rezension drucken
Dr., Projektleiter Bologna-Prozess, Hochschulrektorenkonferenz, Bonn.
CC-BY-NC-SA