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/ 21.06.2013
Loretta Napoleoni

Die Zuhälter der Globalisierung. Über Oligarchen, Hedge Fonds, 'Ndrangheta, Drogenkartelle und andere parasitäre Systeme. Aus dem Englischen von Heike Schlatterer und Ursel Schäfer

München: Riemann Verlag 2008; 382 S.; geb., 19,- €; ISBN 978-3-570-50090-3
Napoleoni, die mit „Die Ökonomie des Terrors“ (siehe ZPol-Nr. 24308) einen internationalen Bestseller schrieb, begibt sich in ihrem neuen Werk auf die Suche nach den ökonomischen Spuren des Raubtierkapitalismus. Dabei spannt sie einen Bogen über die Schattenseiten der Wirtschaftsentwicklung seit dem Ende des Ost-West-Konfliktes. Beispielhaft genannt seien der Zusammenhang zwischen dem Zusammenbruch der Arbeitsmärkte in Osteuropa und der Zwangsprostitution, außerdem die Entwicklung des Internets samt Online-Casinos, Second Life und der florierenden Pornoindustrie sowie die Piraterie auf den Weltmeeren und der illegale Fischfang. Sehr gut recherchiert rückt die Autorin damit die dunkle Seite der ökonomischen Entwicklung ins Blickfeld, dargestellt als Kehrseite des Wohlstands in den westlichen Industrienationen. Die Fragen, die Napoleoni damit aufwirft, machen das Buch zu einer spannenden und aufschlussreichen Lektüre – wenngleich es nur wenige Antworten gibt. Letzteres liegt daran, dass die Autorin an einigen Stellen gängige ökonomische Interpretationen der Globalisierung nur wenig hinterfragt.
Magnus-Sebastian Kutz (MSK)
Dr. phil., Dipl.-Politologe.
Rubrizierung: 2.2 Empfohlene Zitierweise: Magnus-Sebastian Kutz, Rezension zu: Loretta Napoleoni: Die Zuhälter der Globalisierung. München: 2008, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/29015-die-zuhaelter-der-globalisierung_34259, veröffentlicht am 12.08.2008. Buch-Nr.: 34259 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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