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/ 18.06.2013
Christoph Engemann

Electronic Government - vom User zum Bürger. Zur kritischen Theorie des Internet

Bielefeld: transcript 2003; 151 S.; kart., 13,80 €; ISBN 3-89942-147-7
Dem Werk liegt die Annahme zugrunde, dass die Entwicklung des Internets zu einem zentralen Vehikel des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verkehrs durch die weit gehende Anonymität seiner Nutzer behindert wird. E-Government und insbesondere die elektronische Verwaltung bedürften einer eindeutigen, juristisch gültigen Identifikation des Nutzers. Der weitere Ausbau der Internetnutzung in diesem Bereich setze demzufolge eine „De-Anonymisierung" voraus, die erst die Rechtsgrundlagen für den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verkehr garantiere. Engemann beschreibt ausführlich die Entwicklung des Internets hin zum heutigen Stand und stellt die Strategien wichtiger Akteure wie Microsoft oder der TCPA/TCG im Bereich der Authentifizierungs- und Identifikationssysteme vor. Dabei konzentriert er sich maßgeblich auf die Argumente, die für den Abbau von Anonymität sprechen, vernachlässigt aber die im Kontext seiner diskutierten Strategien häufig geäußerte Kritik bürgerrechtlicher Gruppen mit Bezug auf Datenschutz und informationelle Selbstbestimmung.
Stefan Göhlert (SG)
M. A., Politikwissenschaftler, Protokollchef und Bürgerbeauftragter in der Verwaltung der Stadt Jena.
Rubrizierung: 2.22 Empfohlene Zitierweise: Stefan Göhlert, Rezension zu: Christoph Engemann: Electronic Government - vom User zum Bürger. Bielefeld: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/19934-electronic-government---vom-user-zum-buerger_23209, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 23209 Rezension drucken
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