/ 04.06.2013
Norbert Schneider
Erkenntnistheorie im 20. Jahrhundert. Klassische Positionen
Stuttgart: Philipp Reclam jun. 1998; 334 S.; 15,- DM; ISBN 3-15-009702-9Nach einer Einleitung über die Entwicklung der Erkenntnistheorie von den Vorsokratikern bis zum Neukantianismus führt Schneider in kurzen Überblicksdarstellungen in die wichtigsten Konzeptionen in der Erkenntnistheorie dieses Jahrhunderts. Dadurch, daß sich Schneider nicht auf Wissenschaftstheorien beschränkt, lernt der Leser neben den Vorstellungen Carnaps, Poppers, Quines oder Putnams auch die Positionen von Philosophen wie Bergson, Hartmann, Cassirer, Gadamer oder Piaget kennen, die in vergleichbaren Publikationen meist vernachlässigt werden. Andererseits wird eine der gegenwärtig wichtigsten Konzeptionen der Wissenschaftsphilosophie, der Strukturalismus von Sneed und Stegmüller, nicht dargestellt. Als erster Einstieg in die Fragestellungen und Probleme der Erkenntnistheorie ist das Buch gut geeignet, dem Kenner der Materie bringt es indes nichts Neues.
Michael Henkel (MH)
Priv.-Doz. DR., Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 5.41
Empfohlene Zitierweise: Michael Henkel, Rezension zu: Norbert Schneider: Erkenntnistheorie im 20. Jahrhundert. Stuttgart: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/5572-erkenntnistheorie-im-20-jahrhundert_7264, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 7264
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Priv.-Doz. DR., Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
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