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/ 20.06.2013
Lutz Hagestedt (Hrsg.)

Ernst Jünger. Politik, Mythos, Kunst

Berlin/New York: Walter de Gruyter 2004; XV, 524 S.; geb., 98,- €; ISBN 3-11-018093-6
Der Band geht hervor aus einem internationalen Ernst-Jünger-Symposium im November 2002, das vom Herausgeber initiiert und von der DFG gefördert wurde. Er dokumentiert die aktuelle Ernst-Jünger-Forschung und reflektiert sie in all ihren Facetten. Die Beiträge befassen sich mit zentralen Aspekten von Jüngers Werk, u. a. seiner Kritik an der Moderne oder seinem Konzept eines ästhetischen Eskapismus, und verorten den Autor im Denk- und Literatursystem der Moderne. Herausgearbeitet werden die Einflüsse von Politik, Literatur, Mythos und Psychoanalyse auf seine Erzählungen und Romane. Aus dem Inhalt: Michael Ansel: Der verfemte und der unbehelligte Solitär. Gottfried Benns und Ernst Jüngers literarische Karrieren vor und nach 1933 (1-23) Stefanie Arend: Ernst Jüngers Frühwerk im Fluchtpunkt von Maurice Barrès' Konzeption des Nationalismus (25-34) Ulrich Baron: „Ordnung der Dinge nach ihrem unsichtbaren Rang“. Zur Lebenskunst Ernst Jüngers (35-45) Danièle Beltran-Vidal: Zeitstruktur und sozialgeschichtliche Aspekte in Ernst Jüngers Erzählung Die Zwille (47-56) Sven Olaf Berggötz: „Eine Welt, die den Tod und die Liebe nicht kennt“. Ernst Jünger und die USA (57-71) Lothar Blum: „Die Trauer vor Tod und Herrlichkeit“. Zur Rezeption der Geschichte von der Messingstadt im Werk Ernst Jüngers (73-86) Rotraut Fischer: Don Quijote oder Das Abenteuerliche Herz. Eine Annäherung an die Kunst Ernst Jüngers (87-99) Ulrich Fröschle: Oszillationen zwischen Literatur und Politik. Ernst Jünger und „das Wort vom politischen Dichter“ (101-143) Thomas Gloning: Ernst Jüngers Aufzeichnungen und ihr Wortschatz-Profil (145-165) Lutz Hagestedt: Ambivalenz des Ruhmes. Ernst Jüngers Autorschaft im Zeichen des Goethepreises (167-179) Helmuth Kiesel: Denken auf Leben und Tod. Literarische Reflexionen einer ethisch-politischen Problemkonstellation in der Zeit des Totalitarismus (Brecht, Jünger, Bergengruen) (181-191) Tom Kindt / Hans-Harald Müller: „Es ist nicht die ‚Mittlere Linie', die wir einschlagen wollen ...“. Ernst Jünger und die Moderne der Zwischenkriegszeit (193-203) Kai Köhler: Nach der Niederlage. Der deutsche Faschismus, Ernst Jünger und der Gordische Knoten (205-224) Hans Krah: Die Apokalypse als literarische Technik. Ernst Jüngers Heliopolis (1949) im Schnittpunkt denk- und diskursgeschichtlicher Paradigmen (225-251) Steffen Martus: Scheitern als Chance. Ernst Jüngers Kunst der Niederlage (253-270) Volker Mergenthaler: Von Bord der „Fremdenlegion“ gehen. Mythologisch-metaphorische Ichbildung in Ernst Jüngers Afrikanischen Spielen (271-287) Helmut Mottel: „Vor Actium“. Ernst Jünger im Kontext des Diskurses der prophetischen Literatur nach 1918 (289-319) Claus-Michael Ort: Gullin Bursti und der Traum vom Mythos. Zum Verhältnis von Mythologisierung und Bedeutungstilgung in Ernst Jüngers Erzählung Die Eberjagd (1952/1960) (321-338) Gerhardt Pickerodt: Rausch und Distanz. Zu Jüngers später Ästhetik (339-347) Karl Prümm: Gefährliche Augenblicke. Ernst Jünger als Medientheoretiker (349-370) Hubert Roland: Magischer Realismus, Verherrlichung des Kriegers und Imagologie. Die belgische Rezeption Ernst Jüngers (371-385) Jörg Sader: Das Alphabet der Leidenschaft. Zu Ernst Jüngers Betrachtungen der Vokale und Konsonanten (387-401) Harro Segeberg: „Wir irren vorwärts“. Zur Funktion des Utopischen im Werk Ernst Jüngers (403-414) Christina Ujma: Die Rückkehr ins „Kinder- und Märchenland“. Ernst Jünger als Italienreisender (415-430) Harald Weilnböck: „... dazu passend: Rotwein mit Eierkognak zur Hälfte in einem bauchigen Glas“. Borderline literarische Interaktion und Gewalt am Beispiel von Ernst Jüngers Kriegsschriften (431-444) Reinhard Wilczek: Fritz Langs Metropolis und Ernst Jüngers Der Arbeiter. Aspekte des intermedialen Technik-Diskurses in der Weimarer Zeit (445-457) Marianne Wünsch: Ernst Jüngers Der Arbeiter. Grundpositionen und Probleme (459-475) Rainer Zuch: Kunstwerk, Traumbild und stereoskopischer Blick. Zum Bildverständnis Ernst Jüngers (477-496)
Julia Schmidt-Häuer (JSH)
Dr., Referentin im wissenschaftlichen Dienst der SPD-Bürgerschaftsfraktion in Bremen.
Rubrizierung: 2.32.35 Empfohlene Zitierweise: Julia Schmidt-Häuer, Rezension zu: Lutz Hagestedt (Hrsg.): Ernst Jünger. Berlin/New York: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22328-ernst-juenger_25467, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 25467 Rezension drucken
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