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/ 11.06.2013
Till Müller-Heidelberg / Ulrich Finckh / Wolf-Dieter Narr / Stefan Soost (Hrsg.)

Grundrechte-Report 1999. Zur Lage der Bürger- und Menschenrechte in Deutschland. Ein Projekt der Humanistischen Union, der Gustav Heinemann-Initiative, des Komitees für Grundrechte und Demokratie und des Bundesarbeitskreises kritischer Juragruppen

Reinbek: Rowohlt Taschenbuch Verlag 1999 (rororo aktuell); 236 S.; 14,90 DM; ISBN 3-499-22488-7
Anläßlich des 50. Geburtstags des Grundgesetzes stellen namhafte Verfechter der Bürger- und Menschenrechte der Verfassungstheorie die Verfassungswirklichkeit gegenüber. In 35 kurzen, etwa fünf- bis siebenseitigen Beiträgen zeigen die Autorinnen und Autoren, daß die Geltungskraft der Artikel 1, 2, 3, 4, 5, 8, 10, 11, 12a, 13, 20, 25, 31, 38, 73, 103.1, 103.3, 116 und 140 des Grundgesetzes in der Praxis nicht immer sichergestellt ist, sei es, weil die Würde des Menschen durch das Asylbewerberleistungsgesetz oder durch den Brechmitteleinsatz gegen vermutliche Drogendealer durchaus antastbar scheint, sei es, weil die freie Entfaltung der Persönlichkeit durch Gen-Datei und AsylCard beeinträchtigt ist, sei es wegen Lauschoperationen der Sicherheitsbehörden oder Freisprüche von körperverletzenden Polizisten wie etwa der Fall Oliver Neß gezeigt hat. Beiträge lieferten neben den Herausgebern u. a. Burkhard Hirsch, Rolf Gössner, Ulrich K. Preuß, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Heiko Kauffmann, Thilo Weichert, Jürgen Seifert und Roland Roth.
Detlef Lemke (Le)
Dipl.-Politologe.
Rubrizierung: 2.32 Empfohlene Zitierweise: Detlef Lemke, Rezension zu: Till Müller-Heidelberg / Ulrich Finckh / Wolf-Dieter Narr / Stefan Soost (Hrsg.): Grundrechte-Report 1999. Reinbek: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/9906-grundrechte-report-1999_11681, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 11681 Rezension drucken
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