/ 21.06.2013
Sonja Zmerli
Inklusives und exklusives Sozialkapital in Deutschland. Grundlagen, Erscheinungsformen und Erklärungspotential eines alternativen theoretischen Konzepts
Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2008 (Studien zur Wahl- und Einstellungsforschung 4); 342 S.; 49,- €; ISBN 978-3-8329-2856-8Sozialwiss. Diss. Mannheim; Gutachter: J. van Deth, K. Schönhoven. – Das Sozialkapitalkonzept ist eng mit dem Begriff der Zivilgesellschaft verbunden. Als maßgebliche Akteure treten freiwillige Vereinigungen, selbstorganisierte Initiativen, soziale Netzwerke sowie Bewegungen auf. Um zwischen den verschiedenen Ausprägungen sozialen Kapitals unterscheiden zu können, differenziert Zmerli zwischen inklusivem und exklusivem Sozialkapital. Zur Entwicklung ihres theoretischen Konzepts greift die Autorin auf soziologische und sozialpsychologische Erklärungsansätze zurück. In einer empirischen Analyse überprüft sie die Validität ihres Differenzierungsansatzes und ermittelt dessen Erklärungskraft anhand politischer Partizipationsformen. Zu diesem Zweck zieht sie die Daten einer 2001 durchgeführten repräsentativen deutschen Bevölkerungsstudie heran. So ermittelt sie den Umfang sozialen Engagements sowie die unter der deutschen Bevölkerung vorhandenen Ausprägungen der kulturellen Elemente sozialen Kapitals. Dabei sei die große Bedeutung der „Vertrauenswürdigkeit des politischen Systems als ein herausragender Bestimmungsfaktor der kulturellen Elemente des inklusiven Sozialkapitals“ (311) deutlich geworden.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.331
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Sonja Zmerli: Inklusives und exklusives Sozialkapital in Deutschland. Baden-Baden: 2008, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/28051-inklusives-und-exklusives-sozialkapital-in-deutschland_32975, veröffentlicht am 07.11.2008.
Buch-Nr.: 32975
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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