/ 19.06.2013
Anika Hanßmann
Möglichkeiten und Grenzen von Internetwahlen
Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2004 (Nomos Universitätsschriften: Medien 26); 262 S.; brosch., 47,- €; ISBN 3-8329-0570-7Rechtswiss. Diss. Münster; Gutachter: B. Holznagel, B. Pieroth. - Hanßmann fragt, ob und unter welchen Bedingungen Internetwahlen sinnvoll und möglich sind. Sie vermittelt zunächst einen Überblick über frühere Diskussionen zum Thema elektronische Demokratie und präsentiert Praxiserfahrungen aus verschiedenen Projekten im In- und Ausland, in denen internetbasierte Wahlverfahren erprobt wurden. Danach stellt sie die technischen Anforderungen, Probleme und Lösungsansätze vor. Im Hauptteil der Arbeit prüft die Autorin, welche Bedingungen und Voraussetzungen gegeben sein müssen, um eine ordnungsgemäße Wahl per Internet zu ermöglichen. Sie kommt u. a. zu dem Ergebnis, dass es keine grundsätzlichen rechtlichen Bedenken gegen eine ergänzende Internetwahl gebe - eine ausschließliche Wahl per Internet sei jedoch nicht zulässig. Zudem legt sie dar, welche technischen und verwaltungstechnischen Maßnahmen (u. a. Verschlüsselung, Möglichkeit ungültige Stimmen abzugeben usw.) bei der Einführung von Internetwahlen zu beachten sind. Im Abschlusskapitel diskutiert Hanßmann mögliche gesellschaftliche und politische Konsequenzen der Einführung von Internetwahlen. Neben dem Kostenargument spreche insbesondere die Möglichkeit einer höheren Wahlbeteiligung für die Einführung internetgestützter Wahlsysteme.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.332 | 2.22
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Anika Hanßmann: Möglichkeiten und Grenzen von Internetwahlen Baden-Baden: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/21327-moeglichkeiten-und-grenzen-von-internetwahlen_24892, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 24892
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Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
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